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12. Warum Nox nicht mehr so gern mit dem Bordcomputer spricht

Nox und Rex gehen an Bord und inspizieren die Reparaturen. Der Käseigler erklärt ihnen, dass er dem Bordcomputer ein neues Sprachmodul eingebaut hat. Er hatte zufällig noch eines unter seinen Ersatzteilen gefunden. „Mit einer sympathischen Frauenstimme“, sagt er stolz.

Nox und Rex,12. Kapitel, Der Bordcomputer

Rex interessiert sich mehr für den Schaden am Antrieb. Doch auch den hat der Käseigler repariert. Der Milan schlingert jetzt nicht mehr und hat noch eine zusätzliche Geschwindigkeitsstufe bekommen: Superduperwarp. Dabei schlägt der Milan einen Salto und katapultiert sich dann schneller als alle anderen Schiffe im Universum davon.

Man sollte Superduperwarp allerdings nur im Notfall einsetzen. Die Inneneinrichtung hält der Geschwindigkeit nicht stand. Sämtliche Schränke würden sich öffnen und alles würde herausfallen und herumfliegen. Nox schluckt und fragt sich, ob das mit dem neuen Antrieb so eine gute Idee ist.

Mutter Käseigler hat den beiden noch einen Haufen Käsebrote geschmiert für die Reise. Die beiden bedanken sich bei den Käseiglern und verabschieden sich.

Die Kinder weinen ein bisschen. Sie hatten so viel Spaß mit Nox und Rex. Immerhin bleibt ihnen das grüne Biest. Das nagt gerade genüsslich am Fluffy und verfärbt sich rosa. Die Kinder stürzen auf das Biest zu und können den Fluffy gerade noch retten.

Nox und Rex steigen in den Milan, schmeißen den Motor an und winken noch ein letztes Mal. Der Milan hebt elegant ab. „Wohin jetzt?“, fragt Nox. Rex geht zum Computer und ruft nochmal den Unipol-Bericht über Sardonicus auf. Er tippt auf eine Stelle und der Computer sagt: „Sardonicus, oft gesichtet auf Frutti di Mare, bewaffnet mit grünen Beißkugeln“.

Nox schüttelt den Kopf und starrt erst Rex und dann den Bordcomputer an: „Verdammter Mondmist, das klingt ja wie meine Mutter!“
„Du sollst nicht fluchen, Nox!“, sagt der Computer.
„Das ist das neue Sprachmodul. Der Käseigler hat dem Computer die Stimme meiner Mutter eingebaut!“, sagt Nox entsetzt.

Rex hat schon den neuen Kurs programmiert. Er fletscht die Zähne und grinst. „Rex, du musst dir sofort die Zähne putzen. Sie sind rosa!“, sagt der Computer.

Rex lässt Ohren und Schwanz hängen. Nichts gegen Nox Mutter, aber muss sie ihnen jetzt ständig auf die Finger schauen?
„Schick seht ihr aus in euren Uniformen“, tönt es da auch schon wieder aus Richtung Computer, „die solltet ihr immer tragen!“

Nox zerrt unglücklich an seinem steifen Kragen und betrachtet die rosa Flecken auf seiner Uniform: „Rex, bei nächster Gelegenheit beschaffen wir uns neue Klamotten!“
Der Computer gibt ein missbilligendes „Tststs“ von sich und fährt beleidigt herunter.

Sie nähern sich dem Planeten Frutti di Mare. Ein übler Ort. Dort treffen sich alle Diebe und zwielichtigen Gesellen des Universums. Klar, dass Sardonicus auch da ist. Dort kann man Diebesgut kaufen und verkaufen, verbrecherische Pläne schmieden und Kumpane finden, die vor nichts zurückschrecken.

Unipol lässt sich dort so gut wie nie blicken. Sie hätten einfach keine Chance gegen die versammelten Schurken.

Nox und Rex haben es da leichter. Man sieht ihnen nicht an, dass sie für das Amt für Friede, Freude und Eierkuchen arbeiten. Außer sie tragen die offiziellen Uniformen, wie jetzt gerade.

Weiter geht’s im 13. Kapitel.

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8. Wieso Nox und Rex schon wieder kein Geschenk für Spun haben

Nox und Rex sind mit ihrem Raumschiff Milan endlich auf dem Weg ans Ende des Universums. Dort feiert Spun bald seinen Geburtstag. Spun ist ein Kampfhase und außerdem ein wirklich guter, alter Freund von Nox und Rex.Nox und Rex - Foto mit Spun
Jetzt haben sie auch ein Geschenk für Spun. Der grüne Planet hatte sich so gefreut, als ihm Nox und Rex seinen Mond wiedergebracht haben. Den hatte er verloren, und um ein Haar wäre der Mond, wie eine Plombe in einem Zahn, in einem großen Loch auf dem Höhlenplaneten verschwunden.

Ein Planet ohne Mond ist eine traurige Sache. Ohne ihn gibt es kein Licht am Nachthimmel mehr und auch keine Gezeiten.
Aus Dank für die Rettung schenkte der grüne Planet Nox und Rex einen leuchtenden, grünen Edelstein. Und das ist genau das richtige Geschenk für einen Hasen, der alles liebt, was leuchtet und glänzt.

Nach Rex Berechnung ist das Ende des Universums noch ein paar Tagesreisen entfernt, obwohl sie schon mit Super Warp Geschwindigkeit fliegen. Schneller geht gar nicht.

Nox betrachtet zufrieden die Sterne, die draußen vorbeifliegen und spielt mit dem leuchtenden, grünen Stein in seiner Hosentasche. Auf einmal kommt ihm der Stein recht heiß vor. „Au!“, schimpft Nox und zieht die Hand mit dem Stein aus der Tasche. Der Stein fällt zu Boden. Er ist plötzlich glühend rot!

„Was ist denn mit dem Stein los?“ fragt Nox und guckt zu Rex. Dem sträubt sich das Fell und er hat die Zähne gefletscht. Ein leises Knurren kommt aus seiner Kehle. Nox schüttelt seine schmerzende Hand. Nicht so schlimm, zum Glück. Rex tippt wild auf der Tastatur herum.

Auf einmal macht es RUMMMMMS und die beiden werden von ihren Sitzen gerissen und purzeln durch das Raumschiff. Sämtliche Comics fallen aus dem Regal, der Schrank mit den Hundefutterdosen öffnet sich und alle Dosen kullern heraus. Der Milan schlingert und Nox, Rex und die Hundefutterdosen rollen durcheinander.
„Rex, das Steuer!“ schreit Nox und reibt sich den Kopf dort, wo ihn eine Dose getroffen hat. Rex robbt zum Steuer und versucht den Milan wieder unter Kontrolle zu bekommen. Nox kuckt inzwischen aus dem Fenster. Womit sind sie nur zusammengestoßen? Es ist doch nichts in der Nähe.

Da macht es wieder RUMMMS. Diesmal ist es nicht ganz so schlimm. Was herunterfallen konnte, liegt eh schon am Boden.

Rex bellt warnend, knurrt und fletscht die Zähne. Er deutet auf seinen Bildschirm. Dort sind Bilder von der Umgebung des Milan zu sehen. Hinter ihnen ist ein fremdes Raumschiff, das sie mit einer Art Angel am Dach festhält. Der Angelhaken besteht aus einem großen, starken Magneten. „Verdammter Mondmist!“, schimpft Nox, „Was soll das und wer ist das überhaupt?“.

Auf die Antwort brauchen sie nicht lange zu warten. Es klopft an der Tür. Nox zuckt mit den Schultern und greift zum Türgriff. Rex steht mit gefletschten Zähnen bereit. Er ist stinkesauer. Nox legt ihm beruhigend die Hand auf die starke, haarige Schulter und öffnet die Tür.

Herein schwebt ein dürres, grünliches Männlein mit einem braunen Umhang und einem Goldfischglas über dem Kopf. Hinter ihm trappsen ein paar kleine, runde, grüne Wesen herein. Sie kichern hämisch. Das grüne Männlein streckt Nox seine Hand mit den vielen Goldringen zum Kuss entgegen.
Nox verdreht die Augen, greift nach der Hand und schüttelt sie. Rex knurrt nur, als das Männlein ihm auch die Hand reichen will.Nox und Rex,8. Kapitel, der Raumpirat

„Guten Tag, ich bin ein Händler“, stellt sich das grünliche Männlein auf intergalaktisch vor. Intergalaktisch ist die Sprache, die im gesamten Weltraum verstanden wird. Alle Kinder lernen sie in der Schule, egal ob sie Kristallos, Furrors oder Menschen sind.

„Wir haben nichts zum Handeln“, sagt Nox geduldig.
„Ich glaube doch“, meint das Männlein und deutet auf den immer noch rot glühenden Stein, der in eine Ecke gerollt ist.

Eines der grünen Kugelwesen trippelt auf den Stein zu. Rex springt ihm in den Weg und knurrt ihn böse an. Das Wesen schreckt zurück.

Der Händler runzelt die Stirn, spitzt die Lippen und flötet: „Wir bieten euch die Freiheit an im Austausch gegen diesen wertlosen Stein. Das ist doch ein guter Handel!“
Die grünen Wesen kichern laut und werfen Rex schadenfrohe Blicke zu. Der Stein glüht inzwischen nicht nur rot, er pulsiert und sendet rote Lichtstrahlen aus. Wie eine Alarmanlage, denkt Nox und ruft: „Nix da!“.

Er will den frechen Händler packen und aus dem Schiff schieben. Aber als er ihn berührt, wird er weggeschleudert. Die grünen Kugelwesen kichern wieder laut und schadenfroh. Rex knurrt und wirft sich auf den Händler. Auch er fliegt durch das Raumschiff, knallt gegen die Wand und bleibt winselnd liegen.

Ein Magnetfeld, denkt Nox und rappelt sich hoch. Alles tut ihm weh.
„Was willst du mit dem Stein?“ fragt er den Händler.
Der sieht ihn nur streng an und sagt: „Frag nicht so viel und jetzt her mit dem Ding, aber pronto!“
„Das ist Piraterie und nach Paragraph 4711 der UO (Universelle Ordnung) strikt verboten!“, ruft Nox wütend. Schließlich ist er für Friede, Freude und Eierkuchen im All zuständig.

„Jetzt reicht’s mir aber!“, schreit der Händler-Pirat erbost, „auf sie mit Gebrüll!“
Die gerade noch harmlosen, grünen Kugelwesen bestehen auf einmal nur noch aus scharfen, spitzen Zähnen, die wütend nach Nox und Rex schnappen.
Die beiden stellen sich Rücken an Rücken und versuchen die kleinen Bestien abzuwehren. Doch die greifen von allen Seiten gleichzeitig an, schnappen nach Armen und Beinen und zerfetzen Ärmel und Hosen. In einem knuffenden, puffenden Knäuel rollen Nox, Rex und die grünen Beißkugeln durch das Raumschiff.

Dann ist es plötzlich vorbei. Die Tür knallt zu und sie sind wieder allein. Der Stein ist weg. Ein paar Sekunden später macht es PLOPPPP und der Milan ist wieder frei. Am Fenster schaukelt der Magnet vorbei, der sie am Dach festgehalten hatte. Der Pirat winkt ihnen aus seinem Schiff mit dem Stein in der Hand hämisch zu, nimmt Fahrt auf und verschwindet in den Weiten des Alls.
„Komisch“, sagt Nox, „jetzt ist der Stein wieder grün“.

Dann fällt ihm ein, dass sie jetzt wieder kein Geschenk für Spun haben. „Verdammter Mondmist!“, murmelt Nox und sieht nach Rex. Dessen Klamotten hängen zwar in Fetzen von ihm, aber sein dichtes Fell hat ihn vor den Zähnen der kleinen Bestien geschützt.

Nox Klamotten sehen auch nicht besser aus. Außerdem hat er ein paar ordentliche Kratzer und Bisswunden davon getragen. Das wird ihm jetzt bewusst. „Autsch“, jammert Nox und lässt sich von Rex Pflaster aufkleben.

Lies in Kapitel 9 wie es weitergeht.

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6. Wie Nox und Rex den Mond in letzter Minute retten können

Inzwischen ist es schon wieder heller Morgen. Die drei machen sich auf den Weg zur Werkstatt. Rex zerrt den widerwilligen Stalakti hinter sich her. Als sie an der Werkstatt ankommen, sehen sie Boss am Milan arbeiten.
Rex rennt den Stalakti im Schlepptau zu Boss und begrüßt ihn freudig.
„Der Milan ist gleich fertig“, berichtet Boss. „Das macht dann 178 Galax.“ Galax sind das intergalaktische Geld. Das wird auf jedem Planeten angenommen.

Nox seufzt und kramt die letzten Galax aus der Hosentasche. Rex legt auch noch ein paar dazu. Der Stalakti kuckt schadenfroh. Rex zahlt.
Es bleiben noch 5 Galax übrig. Zum Glück haben sie alles an Bord, was sie brauchen. Aber für ein Geschenk für Spun reicht das nicht. Nox seufzt wieder.

Nox und Rex Kapitel 6

Die 3 gehen schon mal an Bord und Nox und Rex fangen an aufzuräumen. Bei dem Unfall ist einiges durcheinander geraten. Den Boden hat Moppi ja schon freigeräumt.
Der Stalakti rollt sich in einer Ecke zusammen und macht ein Nickerchen. Von Aufräumen hält er nichts.

Nach einer Weile kommt Boss herein und teilt ihnen mit, dass der Milan jetzt wieder flugfähig sei. Nox und Rex danken ihm. Boss flitzt schwanzwedelnd raus und wünscht ihnen eine gute Reise.

Rex checkt die Instrumente und fragt den Computer nach dem durchlöcherten Höhlen-Planeten. Das scheint ein ungastlicher Ort zu sein.

Der Planet ist sehr weit weg von seiner Sonne. Er ist kalt und dunkel und es wächst dort nichts. Die Oberfläche besteht aus tiefen, dampfenden Löchern.

Nox seufzt wieder, gibt den Kurs ein und schiebt den Hebel auf Super Warp. Der Stalakti schläft immer noch. In zwei Stunden werden sie da sein.

Rex sucht inzwischen per Computer die Oberfläche des durchlöcherten Höhlen-Planeten ab, um eine Spur von dem Mond zu finden. Bis jetzt ist nichts zu sehen.

Rex geht rüber zu dem Stalakti und tritt ihm leicht in die Seite. Der Stalakti schreckt hoch. Rex knurrt und zeigt seine Zähne.

„Wo ist nun der Mond?“, fragt Nox.

Der Stalakti sieht aus dem Fenster und antwortet mürrisch: „Auf der anderen Seite gibt es einen Berg mit Weltraummüll. Da wird wohl auch euer Mond liegen.“

Rex knurrt wieder und sieht den Stalakti drohend an. Der zuckt mit den Schultern und legt sich wieder schlafen.

Nox nimmt Kurs auf die andere Seite des durchlöcherten Höhlen-Planeten. Nach einer Weile sehen sie einen riesigen Berg aus Weltraummüll. Große Bagger heben riesige Brocken aus dem Berg und schaufeln sie in die dampfenden Löcher.

Rex aktiviert den Mond-Filter und sucht den Berg ab. Nichts.
Er zieht den Filter weiter auf und sucht auch die Umgebung ab.
Da! In einer der Baggerschaufeln blinkt ein grüner Punkt. Der Mond ist gerade auf dem Weg zu einem Loch.

Nox landet den Milan. Rex packt den Stalakti und alle drei steigen aus und rennen zu dem Bagger.
„Halt!“ schreit Nox. Rex bellt laut. Der Stalakti hält sich die Ohren zu und grinst. Der Bagger fährt einfach weiter.
„Stopp den Bagger!“, befiehlt Nox dem Stalakti und Rex knurrt dazu drohend. Der Stalakti kuckt angstvoll auf Rex Gebiss und schreit auf Stalaktisch in Richtung Bagger: „Bleib stehen! Du hast da einen Mond in der Schaufel. Der wird noch gebraucht.“
Der Bagger hält an und senkt die Schaufel. Nox seufzt erleichtert auf.

Gemeinsam befreien sie den Mond aus der Schaufel. Der Bagger fährt ungerührt weg und wirft den restlichen Weltraummüll in ein nahes Loch.

Nox rennt zurück zum Milan und fliegt ihn direkt über den Mond. Unten am Raumschiff klappt ein riesiger Greifer aus. Damit packt Nox den Mond und schüttelt ihn ein bisschen, damit der Dreck abfällt. Der Mond ist ganz still. Er weiß nicht, was mit ihm passiert und hat Angst.

Rex lässt den Stalakti los und springt an Bord. Nox ruft noch ein „Tschüssikowski“ hinaus und steuert den Milan ins All.

Nox und Rex Quiz

Zu den Kapiteln 4 – 6 gibt es ein Quiz.
Hast du Lust?

Im 7. Kapitel geht es weiter.

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5. Wie Nox und Rex im Dreckigen Löffel erst in eine Schlägerei geraten und dann jemanden finden, der etwas weiß

Nox und Rex sehen sich an, bedanken sich bei Boss und ziehen los. Die Nacht verbringen sie in der einzigen Bar auf dem Planeten. Sie heißt „Zum dreckigen Löffel“.

Nox und Rex: Bar "Zum dreckigen Löffel"
In der Bar ist allerlei fremdes Volk: Frogs vom feucht-warmen Froschplaneten, Stalaktis vom durchlöcherten Höhlenplaneten und wütende Furrors vom glühenden Lavaplaneten, der fast so heiß ist wie die Sonne.

Doof, die Furrors sitzen direkt neben den eisigen Kristallos vom Gletscherplaneten, so dass der ganze Boden mit Schmelzwasser bedeckt ist.

Und dann sind da noch klitzekleine Änts vom wuseligen Ameisenplaneten. Seit dort ein Raumschiff mit Ameisenbären gelandet ist, fliehen die Änts in andere Galaxien. Dort werden sie oft versehentlich von den Bewohnern zertreten. Sie sind einfach so klein. Zum Glück gibt es viele von ihnen.

Der Barmann ist ein entlaufener Sträfling vom Planeten Krick. Er ähnelt einem Kraken und hat 8 Arme. Damit kann er gleichzeitig Bier ausschenken, kassieren und Streithähne rauswerfen. Das ist oft nötig im dreckigen Löffel.

Nox und Rex gehen vorsichtig (wegen der Änts) durch die Bar und setzen sich neben die Kristallos. Da bleibt das Bier wenigstens kalt, auch wenn die Füße nass werden. Neben den Furrors kann man nur Tee trinken.

Nox nutzt die Gelegenheit und fragt die Kristallos nach dem verlorenen Mond des traurigen, grünen Planeten. Der Kristallo neben ihm wirft ihm einen eisigen Blick zu. Das ist nicht unfreundlich gemeint. Kristallos können nicht anders kucken. Er überlegt und sagt schließlich kühl: „Nichts gehört, nichts gesehen.“ Kristallos mischen sich nicht gern ein.

Aber einer von den Furrors scheint etwas zu wissen: „Ich habe gehört, dass die Stalaktis die Löcher in ihrem Planeten stopfen. Dafür nehmen sie alles, was sie kriegen können. Auch herrenlose Monde“, sagt er und wirft einen bösen Blick zu den Stalaktis am Nebentisch.Nox und Rex Kapitel 5
Die haben das gehört und fühlen sich provoziert. „Das nimmst du sofort zurück, du hässliche Bratwurst!“, schreit einer der Stalaktis. Die Furrors springen auf. Sie haben ein hitziges Temperament und gehen keinem Streit aus dem Weg.
Die Stalaktis sind aber auch nicht aus Pappe. Mit ihren steinernen Fäusten fangen sie an Tische und Stühle zu zertrümmern.

Die Kristallos reiben sich die eisigen Hände und freuen sich auf den Kampf. Die Frogs nutzen die Gelegenheit und verspeisen schnell ein paar Änts. Das ist eigentlich streng verboten im Dreckigen Löffel, aber im Moment achtet keiner darauf. Dann bringen sie sich schnell in Sicherheit.

Nox und Rex gucken sich an und verschwinden schnell hinter der Theke. Im Dreckigen Löffel geht es jetzt richtig zur Sache. Stühle und Tische fliegen.

Die Furrors schreien und werfen mit Feuerbällen. Die Kristallos brüllen und lassen alles gefrieren, was sie anfassen. Die Stalaktis zermalmen, was ihnen in den Weg kommt. Lavaklumpen brennen Löcher in den Boden, Eiszapfen bohren sich in Wände. An Nox Kopf schießt ein Stein vorbei und zertrümmert die Gläser hinter ihm.

Rex knurrt drohend und packt einen Stalakti, der ihnen zu nahe kommt. Er schüttelt ihn, bis die Kiesel aus ihm herausfallen.

Inzwischen wirft der Barmann mit seinen 8 Armen die schlimmsten Kampfhähne aus der Bar. Der Rest liegt unter und über Trümmern und reibt sich stöhnend die schmerzenden Körperteile. Änts und Frogs sind nicht mehr zu sehen.

Nox schüttelt die Glassplitter aus den Haaren und nimmt sich den Stalakti vor. Der liegt jetzt auf dem Boden. Rex steht mit einem haarigen, großen Fuß auf seiner Brust.
„Was ist nun mit dem Mond des traurigen, grünen Planeten?“, fragt Nox ihn drohend.

Der Stalakti kuckt stur und sagt nichts. Rex fletscht sein mächtiges Gebiss und knurrt laut.
„Ist ja gut, kann sein dass wir einen Mond gefunden haben. Na und? Muss der Planet halt besser auf ihn aufpassen.“, sagt der Stalakti trotzig und spuckt auf den Boden.
Der Barmann verpasst ihm eine Ohrfeige mit einem seiner langen Arme. Spucken kann er gar nicht leiden.

„Wo ist der Mond jetzt?“, will Nox wissen.
Der Stalakti reibt sich die schmerzende Wange: „Auf dem Höhlen-Planeten. Wartet darauf ein großes Loch zu stopfen.“
„Du bringst uns da hin!“, sagt Nox entschlossen zu dem Stalakti.
Rex packt ihn und zerrt ihn nach draußen.

Im 6. Kapitel geht es weiter.

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