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24. Warum Eingang nicht gleich Eingang ist

Nox und Rex. Kapitel 24. Mit guten Guppys in der Nase ab in die Unterwasserstadt.Der Wasserfall stürzt mit unglaublich lautem Tosen in die Tiefe. Rex zählt begeistert die Regenbögen, die durch das Spritzwasser entstehen.

„Komm schon, lass uns den Eingang suchen“, ruft Nox ihm zu und stapft entschlossen los. Nach kurzer Suche entdecken sie eine in den Fels gehauene Treppe, die zu einer Röhre führt, die genau im Wasserfall zu verlaufen scheint.

„Verdammter Mondmist“, murmelt Nox und ist schon ganz grün im Gesicht.
Rex hüpft begeistert herum und kläfft fröhlich. Er freut sich schon auf das Rutschen.

Nox stopft sich zwei gute Guppys in die Nase. Rex schnüffelt misstrauisch an den Fischen und legt sich probeweise einen auf die Zunge. Er verzieht angewidert das Gesicht und steckt die Fische ganz vorsichtig in seine empfindliche Nase. „´TSCHIIIIIII“, niest er laut und nochmal „´TSCHIIIIII“. Zum Glück haben die guten Guppys sich schon festgesetzt.

„Können wir jetzt?“, fragt Nox ungeduldig. Er will es endlich hinter sich bringen. Rex flitzt los und springt mit einem Satz in die Röhre. Weg ist er. Nox setzt sich vorsichtig an den Röhrenabgrund, schließt die Augen und lässt den Rand los. Ab geht es in rasendem Tempo durch die Röhre. Von wegen bremsender Auftrieb. Gar nichts bremst Nox‘ Fall, der senkrecht in die Tiefe führt.

„Aaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh“, schreit Nox und dann macht es laut PLATSCH, als er in eiskaltes Wasser eintaucht. Spuckend und hustend rudert Nox mit Armen und Beinen und versucht sich auf dem Grund des Sees zu orientieren. Das Wasser schmeckt seltsamerweise salzig, wie im Meer.

Rex tippt ihm auf die Schulter und zeigt nach vorn. Dort liegt die Unterwasserstadt in ihrer ganzen Pracht vor ihnen.
Inzwischen hat Nox sich an die neue Umgebung gewöhnt. Die guten Guppys sorgen dafür, dass er wie ein Fisch unter Wasser atmen kann.

Sie schwimmen die paar Meter bis zum Stadttor. Dort steht ein Wächter. Er ist damit beschäftigt, mit seinem Dreizack einen kleinen Fischschwarm zu verscheuchen, der ihn umkreist.
„Warum habt ihr denn nicht den Aufzug benutzt?“, fragt er sie auf Unterwasser-Intergalaktisch, „Die alte Eingangsröhre ist doch gar nicht mehr in Betrieb“.

Nox nimmt sich vor ein ernstes Wort mit dem Computer zu sprechen, wenn sie wieder an Bord des Milans sind.
Zum Wächter sagt er nur: „Mein Freund hier steht auf Wasserrutschen“.
Dann schwimmen sie weiter in die Stadt hinein.

Weiter geht’s im 25. Kapitel.

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