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17. Wie Nox und Rex etwas völlig Neues über Fische lernen

Vor der Kneipe sitzen ein paar Gestalten herum. Der eine ist ein Furror. Die anderen sehen aus wie Kristallos oder Kryptonauten. Als Nox und Rex vorbeigehen, stoßen sie sich gegenseitig an, deuten auf Rex rosa Schnauze und lachen. Nox legt Rex beruhigend den Arm auf die Schulter. Der knurrt die Typen drohend an.

Die beiden betreten die Spelunke und gehen direkt zum Tresen. Nach den Erlebnissen im Gefängnis haben sie jetzt ordentlich Durst.

Der Barkeeper hinter dem Tresen ist vom Planeten Krick. Die Bewohner ähneln Kraken und haben lange Tentakel. Barkeeper scheint ein typischer Beruf für sie zu sei. Der Barkeeper im Dreckigen Löffel war auch von Krick.

Bevor sie bestellen können, haut der Barkeeper eine seiner Tentakeln auf den Tresen und sagt zu Rex: „Na Fluffy, für dich bestimmt ´ne Milch!“
Das reicht!
Rex flippt aus und greift sich den Barkeeper mit einem lauten Grollen.
Nox hält sich die Augen zu.

KRRRRAACH, PUFFFF, ZUFFFF macht es. Der Barkeeper schreit auf, Rex knurrt wild ….
Und plötzlich ist es wieder still. Nox öffnet vorsichtig die Augen.
Rex sitzt zufrieden am Tresen und hat sich schon etwas zu trinken eingeschenkt.

Nox und Rex. Kapitel 17. Rex verliert die Nerven und verknotet den Barkeeper

Der Barkeeper liegt hinter dem Tresen und kuckt sauer. Seine 8 Tentakel sind zu einer hübschen Schleife verknotet. Die anderen Gäste starren Rex voller Respekt an. Wenigstens lästert jetzt keiner mehr über Rex‘ rosa Schnauze. Rex brummt zufrieden und nimmt einen großen Schluck. Nox schüttelt den Kopf und zapft sich auch ein Getränk.

Dann hat Nox plötzlich eine Idee. „Freie Getränke für alle!“, ruft er laut.
Das lassen sich die Gestalten in der Spelunke nicht zweimal sagen. Von allen Seiten drängen sie herbei und lassen sich von Nox und Rex etwas zu trinken einschenken. Auch der Furror und seine Kumpane kommen von draußen herein.

Sie werfen erst einen erstaunten Blick auf den Barkeeper und dann einen ehrfürchtigen auf Rex. Weitere Kommentare sparen sie sich aber lieber.
Inzwischen kommen Nox und Rex mit den anderen Gästen ins Gespräch. Die meisten sind wegen der Freigetränke in Plauderstimmung.

Nox entdeckt sogar einen alten Bekannten. Er hat mit ihm zusammen die Ausbildung für das Amt für Friede, Freude und Eierkuchen begonnen. Big Ben wird er genannt und ist ein Kronograf vom Planeten Ur. Big Ben hat die Ausbildung aber nicht beendet. Ihm brannten immer die Eierkuchen an.

„Was bringt dich hierher, Big Ben, alter Freund?“, fragt Nox ihn.
„16 Uhr 43“, sagt Big Ben und „Nox, mein Freund, wie schön dich zu sehen! Ich handle mit Gold. Da ist Frutti die Mare immer eine gute Adresse, um neue Ware einzukaufen“.

Nox runzelt die Stirn, weil das meiste Gold auf Frutti di Mare garantiert gestohlen sein dürfte. Er sagt aber nichts. Sie sind ja nicht wegen des Diebesguts hier.
Vielmehr erzählt er ihm von den beiden Begegnungen mit Sardonicus.

Den grünen Stein erwähnt er lieber nicht. Dafür erzählt er ausführlich wie die diebische Schlingpflanze von Rabenach Sardonicus die Ringe gestohlen und sie befreit hat.
„16 Uhr 47“, sagt Big Ben, „Da hast du ja ganz schön was erlebt!“
„Ja, und jetzt sind wir auf der Suche nach Sardonicus. Wir wollen ihn einbuchten. Er wird von Unipol gesucht“, antwortet Nox.

„16 Uhr 48“, sagt Big Ben und fragt: „Da gibt es doch bestimmt auch eine schöne Belohnung?“
„Richtig. 5.000 Galax sind auf ihn ausgesetzt“, bestätigt Nox.
Big Ben nimmt einen tiefen Schluck aus seinem Glas und sagt geheimnisvoll: „16 Uhr 50. Ich glaube, ich habe eine Idee!“

Nox ist gespannt, auch wenn das ständige Ansagen der Uhrzeit etwas aufhält. Aber so sind sie halt die Kronografen.
Big Ben nimmt noch einen Schluck. „16 Uhr 52. Soweit ich mich erinnere, ist Sardonicus so ein Typ mit einem Aquarium auf dem Kopf“, fragt er.
Nox nickt ungeduldig.

„16 Uhr 53. Habe ihn mal hier getroffen, da hat er mit all seinen tollen Fähigkeiten angegeben.“
„Und?“, fragt Nox leicht genervt.
„16 Uhr 54. Nun ja, er hat da dieses Magnetfeld“, erzählt Big Ben.
„Das kennen wir“, sagt Nox und erinnert sich daran, wie er durch den Milan geschleudert wurde.

„16 Uhr 55. Er hat da auch noch einen Trick drauf mit seinem Aquarium.“
„Jaaa?“, fragt Nox.
„16 Uhr 56. Plötzlich ist er weg und es steht nur noch ein Aquarium mit ein paar Fischen herum. Wenn man genau hinsieht, dann merkt man, dass einer der Fische Sardonicus verdammt ähnlich sieht“, erklärt Big Ben lächelnd.

Nox haut auf den Tisch: „Verdammter Mondmist, das Aquarium im Gefängnis!“ Rex fletscht die Zähne und knurrt.
„Komm, wir müssen sofort zurück, vielleicht ist Sardonicus noch da“, ruft Nox Rex zu und will aufspringen.

„16 Uhr 58. Das glaubst du doch selbst nicht, dass Sardonicus in aller Ruhe abwartet, bis ihr auf seinen Trick kommt. Der ist schon über alle Berge“, sagt Big Ben gelassen und hält Rex sein Glas hin, damit der ihm nachschenken kann.
„Wahrscheinlich hast du Recht. Aber wo finden wir den Kerl dann?“, fragt Nox Big Ben ratlos.
„Moment, 17 Uhr!“, antwortet der und fängt an eine hübsche Melodie zu singen. Sie klingt wie ein Glockenspiel.

Rex knurrt laut und stellt sich vor, wie er auch Big Ben verknotet. Damit der endlich anfängt zu reden und aufhört zu singen. Nox ahnt, was in Rex vorgeht und legt ihm beruhigend die Hand auf den Arm. Dabei ist er selbst am Ende seiner Geduld. Aber Kronografen kann man nicht drängen, sie haben ihren eigenen Rhythmus.

Die beiden reißen sich also zusammen und warten brav das Ende des Glockenspiels ab.
Endlich ist Big Ben fertig. Er sieht sich zufrieden um. „Oh schon 17:03 Uhr!“, sagt er, „Zeit für mich zu gehen. Ich habe noch einen Termin.“

„Hast du noch einen Tipp, wo wir Sardonicus finden könnten?“, fragt Nox und sieht Big Ben tief in die Augen.
„17:04 Uhr. Ich habe mal gehört, dass er in der Unterwasser-Stadt hier auf Frutti die Mare wohnt“, antwortet der. „Tschüss, Freunde und passt auf das Labyrinth auf!“, ruft er ihnen noch zu und ist schon zur Tür hinaus.

Weiter geht’s im 18. Kapitel.

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16. Warum die Suche nach Sardonicus noch nicht beendet ist

„So, Rex“, sagt Nox, „und jetzt verhaften wir Sardonicus!“
Rex und Nox schreiten entschlossen zu dem Haufen aus grünen Biestern, Kukas und wahrscheinlich irgendwo darunter Sardonicus.
Sie sortieren die Leiber auseinander. Kein Sardonicus.

„Verdammter Mondmist, das gibt es doch nicht! Wo steckt der Kerl schon wieder?“, ruft Nox wütend.
Rex knurrt und packt die grünen Biester. Die erwachen langsam wieder zu neuem Leben und fangen an nach Rex zu schnappen. Der schüttelt die Biester wütend, fletscht die Zähne und knurrt noch lauter.
„Komm, Rex, das hat doch keinen Zweck“, sagt Nox und winkt Rex mit ihm zu kommen.
„Der Kerl hat anscheinend auch ohne seine Ringe und unseren Stein noch ein paar Tricks auf Lager“, murmelt er vor sich hin.
Nox und Rex kucken sich an. Rex bellt laut auf und fletscht die Zähne.
„Der entkommt uns nicht!“, verspricht Nox entschlossen.

Beim Verlassen des Gefängnisses fällt Nox Blick auf ein Aquarium, das einsam in der Ecke steht. „Das ist mir vorhin gar nicht aufgefallen“, denkt er noch. Dann verlassen sie das Gefängnis und gehen die einzige Straße entlang.
Einer der Fische im Aquarium sieht ihnen böse hinterher.Nox und Rex. Kapitel 16. Wo kommt das Aquarium her?
Am anderen Ende der Straße soll es eine Spelunke geben. Spelunken sind üble Kneipen für Raumpiraten und anderes Gesindel. Vielleicht erfahren sie dort etwas über Sardonicus.

Weiter geht’s im 17. Kapitel.

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15. Wie Nox und Rex wieder zu Geld und Stein kommen

Wenig später bekommen sie Besuch. Sardonicus segelt überlegen lächelnd in das Gefängnis. Wie immer in Begleitung seiner grünen Beißkugeln.
Nox und Rex springen auf. Sardonicus winkt ihnen fröhlich zu. „Herzlich willkommen auf Frutti di Mare“, sagt er huldvoll. „Auch du, mein rosa Freund“, fügt er grinsend hinzu.

Dann dreht er sich zum Anführer der Kukas um und lässt einen Sack in dessen Hände fallen. Die Kukas rennen aus allen Ecken herbei und drängen sich um ihren Anführer. Der öffnet den Sack und lässt die Goldstücke darin blinken.

Während die Kukas noch vom Gold geblendet sind, wendet sich Sardonicus wieder Nox und Rex zu.
„Na, ihr haltet euch wohl für besonders schlau mit eurer Piratentarnung“, sagt er herablassend.
„Aber ich wusste natürlich, dass ihr kommt“, fügt er hinzu und tätschelt seine Tasche, in der sich wahrscheinlich der grüne Stein befindet.
Rex knurrt wütend.
„Dich kriegen wir schon noch, Sardonicus“, antwortet Nox kühl.
Sardonicus lacht nur abfällig. Er pfeift seine grünen Beißkugeln herbei und will gerade gehen.

Nox und Rex. Kapitel 15. Sardonicus ruft seine Beißkugeln herbei.

 

 

 

 

 

Doch plötzlich verändert sich sein Gesichtsausdruck.
Er sieht irgendwie erschrocken aus, denkt Nox.

Sardonicus greift wieder an seine Hosentasche und zieht den Stein heraus. Der ist aber nicht grün, sondern rot und heiß.
Sardonicus wirft ihn von einer Hand in die andere. Der Stein ist so heiß, dass er ihn kaum in den Händen halten kann.

„Was hat das zu bedeuten?“, ruft er drohend. Er lässt den glühenden Stein fallen. Der sendet warnende, rote Lichtsignale in alle Richtungen aus.
Und plötzlich rumpelt es unter ihnen.
Alle halten inne. Sogar die Kukas haben aufgehört, ihr Geld zu zählen. Nox und Rex kucken sich stumm an. Die Beißkugeln drängen sich ängstlich um Sardonicus.
Und dann bricht der Boden des Gefängnisses plötzlich auf.

Aus ihm heraus schießt eine Pflanze, die schnell wächst und mit ihren grünen Blättern und Zweigen den ganzen Raum einnimmt. Sie ist dreimal so groß wie Rex. Alle starren sie stumm vor Schreck an.

Nox zischt: „Die diebische Schlingpflanze von Rabenach!“
Die hat das gehört und wendet sich kurz Nox zu. Dann dreht sie sich aber sofort wieder um und greift mit ihren Ästen nach Sardonicus.
Der versucht sich hinter seinen Beißkugeln zu verstecken, aber die bringen sich lieber selbst hinter den Kukas in Sicherheit.

Die Schlingpflanze greift sich den heftig zappelnden Sardonicus, umschlingt ihn mit ihren Ästen und hebt ihn kopfüber hoch. Sardonicus schreit und kreischt abwechselnd „Mama“ und „Hilfe“. Aber niemand hilft ihm jetzt. Nur der Stein pulsiert weiter rot und warnend.

Nox und Rex. Die diebische Schlingpflanze von Rabenach greift sich Sardonicus.

 

 

 

 

 

Die Schlingpflanze stopft ihm ein paar Blätter in den Mund, damit endlich Ruhe ist. Dann zieht sie ihm in aller Ruhe die vielen goldenen Ringe von den Fingern und fädelt sie auf einen ihrer Äste. Als sie alle Ringe hat, schüttelt sie Sardonicus noch kräftig. Der gibt ein gedämpftes „Hnnnngggnnnhhhh“ von sich. Aus seiner Tasche fallen ein paar Goldstücke und Galax.

Nox und Rex. Die diebische Schlingpflanze von Rabenach klaut Sardonicus die Ringe.

 

 

 

 

 

Die Kukas erwachen aus ihrer Starre und wollen Gold und Galax aufsammeln. Sofort versperren ihnen aber ein paar kräftige Äste den Weg. Die naseweisesten Kukas werden an den Beinen hochgehoben und durch das Gefängnis geworfen. Das reicht als Warnung für die anderen.

Die Schlingpflanze sammelt gelassen die Goldstücke auf. An den Galax scheint sie kein Interesse zu haben. Dann greift sie sich mit einem Astschwung den Sack mit Gold, den der Anführer der Kukas hinter seinem Rücken versteckt. Dabei fegt sie noch den Rest der Kukas beiseite.

Jetzt sind anscheinend Nox und Rex dran. Zwei Äste nähern sich dem Zellengitter und biegen es auf. Ein Ast winkt ihnen auffordernd zu.
„Sie will wahrscheinlich, dass wir rauskommen und unsere Taschen leeren.“, sagt Nox zu Rex. „Aber sehr gern!“

Die beiden klettern durch die aufgebogenen Gitterstäbe.Draußen stülpen sie ihre Taschen, in denen nichts als Löcher sind, nach außen. Die Schlingpflanze lässt enttäuscht die Blätter hängen.
Dann schleudert sie Sardonicus in die Ecke, wo er unsanft auf seinen Beißkugeln landet. Die fiepen laut auf. Sardonicus bleibt stöhnend liegen.

Die Schlingpflanze wirft noch einen letzten suchenden Blick in den Raum und verschwindet dann wieder durch das Loch im Boden.
Außer leisem Stöhnen und Fiepen ist jetzt nichts mehr zu hören. Der Stein ist wieder grün.
Nox reagiert sofort und greift ihn sich, während Rex die Galax einsammelt. „Konfisziert!“, sagt Nox fröhlich in die versammelte Runde.

Weiter geht’s im 16. Kapitel.

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