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5. Wie Nox und Rex im Dreckigen Löffel erst in eine Schlägerei geraten und dann jemanden finden, der etwas weiß

Nox und Rex sehen sich an, bedanken sich bei Boss und ziehen los. Die Nacht verbringen sie in der einzigen Bar auf dem Planeten. Sie heißt „Zum dreckigen Löffel“.

Nox und Rex: Bar "Zum dreckigen Löffel"
In der Bar ist allerlei fremdes Volk: Frogs vom feucht-warmen Froschplaneten, Stalaktis vom durchlöcherten Höhlenplaneten und wütende Furrors vom glühenden Lavaplaneten, der fast so heiß ist wie die Sonne.

Doof, die Furrors sitzen direkt neben den eisigen Kristallos vom Gletscherplaneten, so dass der ganze Boden mit Schmelzwasser bedeckt ist.

Und dann sind da noch klitzekleine Änts vom wuseligen Ameisenplaneten. Seit dort ein Raumschiff mit Ameisenbären gelandet ist, fliehen die Änts in andere Galaxien. Dort werden sie oft versehentlich von den Bewohnern zertreten. Sie sind einfach so klein. Zum Glück gibt es viele von ihnen.

Der Barmann ist ein entlaufener Sträfling vom Planeten Krick. Er ähnelt einem Kraken und hat 8 Arme. Damit kann er gleichzeitig Bier ausschenken, kassieren und Streithähne rauswerfen. Das ist oft nötig im dreckigen Löffel.

Nox und Rex gehen vorsichtig (wegen der Änts) durch die Bar und setzen sich neben die Kristallos. Da bleibt das Bier wenigstens kalt, auch wenn die Füße nass werden. Neben den Furrors kann man nur Tee trinken.

Nox nutzt die Gelegenheit und fragt die Kristallos nach dem verlorenen Mond des traurigen, grünen Planeten. Der Kristallo neben ihm wirft ihm einen eisigen Blick zu. Das ist nicht unfreundlich gemeint. Kristallos können nicht anders kucken. Er überlegt und sagt schließlich kühl: „Nichts gehört, nichts gesehen.“ Kristallos mischen sich nicht gern ein.

Aber einer von den Furrors scheint etwas zu wissen: „Ich habe gehört, dass die Stalaktis die Löcher in ihrem Planeten stopfen. Dafür nehmen sie alles, was sie kriegen können. Auch herrenlose Monde“, sagt er und wirft einen bösen Blick zu den Stalaktis am Nebentisch.Nox und Rex Kapitel 5
Die haben das gehört und fühlen sich provoziert. „Das nimmst du sofort zurück, du hässliche Bratwurst!“, schreit einer der Stalaktis. Die Furrors springen auf. Sie haben ein hitziges Temperament und gehen keinem Streit aus dem Weg.
Die Stalaktis sind aber auch nicht aus Pappe. Mit ihren steinernen Fäusten fangen sie an Tische und Stühle zu zertrümmern.

Die Kristallos reiben sich die eisigen Hände und freuen sich auf den Kampf. Die Frogs nutzen die Gelegenheit und verspeisen schnell ein paar Änts. Das ist eigentlich streng verboten im Dreckigen Löffel, aber im Moment achtet keiner darauf. Dann bringen sie sich schnell in Sicherheit.

Nox und Rex gucken sich an und verschwinden schnell hinter der Theke. Im Dreckigen Löffel geht es jetzt richtig zur Sache. Stühle und Tische fliegen.

Die Furrors schreien und werfen mit Feuerbällen. Die Kristallos brüllen und lassen alles gefrieren, was sie anfassen. Die Stalaktis zermalmen, was ihnen in den Weg kommt. Lavaklumpen brennen Löcher in den Boden, Eiszapfen bohren sich in Wände. An Nox Kopf schießt ein Stein vorbei und zertrümmert die Gläser hinter ihm.

Rex knurrt drohend und packt einen Stalakti, der ihnen zu nahe kommt. Er schüttelt ihn, bis die Kiesel aus ihm herausfallen.

Inzwischen wirft der Barmann mit seinen 8 Armen die schlimmsten Kampfhähne aus der Bar. Der Rest liegt unter und über Trümmern und reibt sich stöhnend die schmerzenden Körperteile. Änts und Frogs sind nicht mehr zu sehen.

Nox schüttelt die Glassplitter aus den Haaren und nimmt sich den Stalakti vor. Der liegt jetzt auf dem Boden. Rex steht mit einem haarigen, großen Fuß auf seiner Brust.
„Was ist nun mit dem Mond des traurigen, grünen Planeten?“, fragt Nox ihn drohend.

Der Stalakti kuckt stur und sagt nichts. Rex fletscht sein mächtiges Gebiss und knurrt laut.
„Ist ja gut, kann sein dass wir einen Mond gefunden haben. Na und? Muss der Planet halt besser auf ihn aufpassen.“, sagt der Stalakti trotzig und spuckt auf den Boden.
Der Barmann verpasst ihm eine Ohrfeige mit einem seiner langen Arme. Spucken kann er gar nicht leiden.

„Wo ist der Mond jetzt?“, will Nox wissen.
Der Stalakti reibt sich die schmerzende Wange: „Auf dem Höhlen-Planeten. Wartet darauf ein großes Loch zu stopfen.“
„Du bringst uns da hin!“, sagt Nox entschlossen zu dem Stalakti.
Rex packt ihn und zerrt ihn nach draußen.

Im 6. Kapitel geht es weiter.

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