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29. Warum Rex schnurrt und Nox schwindelt

„Moooooment“, sagt die Stimme. „du und Rex, ihr habt euch umgehend beim Rat der Galaxie zu melden!“
„Alles klar“, sagt Nox, schüttelt ein bisschen den Kopf über die Eile und macht sich auf die Suche nach Rex.
Er findet ihn tatsächlich direkt nebenan. Dort liegt er gemütlich bäuchlinks auf einer Liege und lässt sich von vier Roboterarmen das Fell kraulen.

Nox und Rex. Kapitel 29. Rex lässt sich auf der Krankenstation von Cor schön das Fell kraulen. Nox muss grinsen. Rex weiß einfach, wie man es sich gut gehen lässt.
„Hey Rex, alles klar?“, fragt er.
Rex dreht faul den Kopf, öffnet die Augen einen winzige Schlitz und schnurrt wie eine Katze.
„Wir sollen uns umgehend beim Rat der Galaxie melden“, sagt Nox. „Bist du fertig?“
Rex knurrt nur widerwillig.
„Komm schon. Es scheint eilig zu sein,“ sagt Nox etwas strenger.
Rex winselt bedauernd. Die Roboterarme lassen von ihm ab. Er räkelt und streckt sich noch ein wenig, springt dann auf und geht seine Uniform anziehen. Genau wie bei Nox gibt es auch in diesem Zimmer eine Umkleide.

„Ist dir gar nicht schwindelig?“, fragt Nox.
Rex steckt verwundert den Kopf zwischen den Vorhängen der Umkleide durch und schüttelt ihn. Er winselt fragend.
„Och, Fluor-Reise-Trauma. Aber vielleicht sind Morinschus dafür nicht anfällig“, erklärt Nox.
Rex sieht ihn an, als hätte er nicht alle Tassen im Schrank.
„Besten Dank, alter Freund“, sagt Nox ein wenig gekränkt und muss sich schon wieder an der Wand anlehnen, weil ihm schwindelig ist.Rex kommt mit frischer Uniform aus der Umkleide und betrachtet sich von allen Seiten im Spiegel. Er zupft noch ein bisschen hier und ein bisschen…
„Können wir jetzt endlich?!“, ruft Nox etwas genervt.
Rex kneift die Augen zu schmalen Schlitzen zusammen, fletscht die Zähne, knurrt und schnappt spielerisch nach Nox.
„Lass das“, lacht Nox, „das kitzelt“ und flieht zur Tür hinaus. Rex hinterher. Lang hält Nox sowieso nicht durch, dafür ist er noch zu schlapp.

„Wie geht es jetzt zum Rat der Galaxien?“, überlegt Nox laut.
Eine bekannte Computerstimme ertönt: „Mein Junge, ich mache mir ernsthafte Sorgen. Du kennst dich doch hier aus!“
„Oh nein, nur dass nicht!“, denkt Nox verzweifelt. Der Bord-Computer, der sich für seine Mutter hält und tatsächlich ihre Stimme hat.
Rex fletscht die Zähne und grinst. Er tippt auf einen metallenen Streifen am Arm der Uniform. Das scheint ein eingebauter Computer zu sein. Die neuen Uniformen sind wohl nicht nur Kleidungsstücke.

Nox und Rex. Kapitel 29. Uniformcomputer

„Ich war aber noch nie auf der Krankenstation und außerdem schon verdammt lange nicht mehr auf Cor“, sagt Nox verärgert.
„Kein Grund zu fluchen, mein Junge!“, sagt der Uniform-Computer streng. „Du gehst einfach den Flur entlang bis zum Ausgang, dort winkst du eine Taxilette heran und lässt dich hinbringen.“

Weiter geht’s im 30. Kapitel.

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28. Wo Nox, Rex und Nori am Ende gelandet sind

Nox und Rex. Kapitel 28. Nox auf der Krankenstation„Uahhhhhh“, schreit Nox und schreckt hoch. Jemand hat ihm kaltes Wasser ins Gesicht geschüttet.
„Na, na, na“, sagt jemand mahnend zu ihm, „liegenbleiben!“.

Nox legt sich wieder zurück und kuckt um sich, wer da gesprochen hat. Er kann aber niemanden entdecken. Nur ein paar Roboterarme hantieren herum. Am Ende des einen sieht er einen Schlauch, aus dem noch Wasser tropft. Andere Roboterarme bewegen sich auf ihn zu. Einer tupft Nox mit einem Handtuch trocken. Ein zweiter fühlt seinen Puls und ein dritter misst Fieber an Nox‘ Schläfe.

Weitere Arme versuchen ihm gerade die Hose auszuziehen.
„Hey, lass das“, schreit Nox empört und hält seine Hose fest.
„Das ist nicht die offizielle Uniform“, sagt die Stimme streng, „und außerdem sind deine Klamotten nass“.

„Ja, weil du mich mit Wasser abgespritzt hast, wie ein dreckiges Raumschiff“, knurrt Nox.
„Dann zieh dich selbst um. Dort in der Ecke ist eine frische Uniform für dich“, sagt die Stimme.
„Du bist soweit gesund, du hast nur ein kleines Fluor-Reise-Trauma. Das vergeht in ein paar Tagen. Iss viel frisches Obst.“, erklärt ihm die Stimme noch. Dann ziehen sich die Roboterarme zurück und Nox kann aufstehen.

Tatsächlich liegen in einer Ecke hinter einem Vorhang frische Klamotten für ihn. Er zieht sich um. Ein bisschen schwindelig ist ihm ja schon. Wahrscheinlich das Fluor-Reise-Trauma, von dem die Stimme gesprochen hat.

Kapitel 28. Nox und Rex. Nox zieht sich trockene Klamotten an.

Nox zieht sich langsam um und muss sich dabei an der Wand abstützen. „Wo bin ich eigentlich?“, fragt er laut.
„Krankenstation von Cor“, antwortet die Stimme.
„Und wie komme ich hierher?“, fragt Nox.
„Du hast eine Fluor-Reise gemacht“, antwortet die Stimme. „Gelandet bist du im Studentenwohnheim mitten im Speisesaal. Von dort wurdest du dann hergebracht. Das ist Routine bei Fluor-Reisen“, erklärt die Stimme geduldig.
Jetzt erinnert sich Nox wieder: Die Unterwasserstadt… Sardonicus… der Kerker und die rohen Fische als Essen… und die Flasche mit der leuchtenden Flüssigkeit.

„Wo sind meine Freunde, Rex und Nori“, fragt Nox.
„Die liegen in den Zimmern nebenan. Das heißt, der Frumarier, den du mitgebracht hast, ist schon wieder zurückgegangen ins Studentenwohnheim“, sagt die Stimme.
„Was will er denn da?“, wundert sich Nox.
„Er sagte etwas von Eierkuchen“, antwortet die Stimme, „obwohl wir ihm ausdrücklich zu frischem Obst geraten haben. Wegen des Fluor-Reise-Traumas.“
Nox grinst. Nach der langen Kerkerzeit und all den rohen Fischen sind die Eierkuchen der Galaxisten bestimmt eine zu große Verlockung für Nori.
„Tja, danke für die Uniform. Ich gehe dann mal“, sagt Nox und will zur Tür hinaus.

Weiter geht’s im 29. Kapitel.

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