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10. Wie das grüne Biest ein neues Zuhause und Nox und Rex etwas zu essen bekommen

Nox hat eine Idee. Er holt das kleine, grüne Biest aus der Schublade. Das sieht jetzt eigentlich ganz friedlich und auch etwas traurig aus. Er schüttelt es ein bisschen, bis das Fell wieder schön aufgeplustert ist und schenkt es den Kindern.

Die schreien vor Freude und reißen sich das grüne Puschelbiest gegenseitig aus den Händen, bis es ängstlich fiept.

Da kommen deutliche Anweisungen von der Mutter am Grill. Die Kinder streicheln das grüne Biest und setzen es zu ihren Kuscheltieren.
Das Biest freut sich auch und frisst erst mal die Nacktschnecke. Die Kinder starren es entsetzt an und wollen schon anfangen zu weinen. Aber das Biest kuckt ganz freundlich und zufrieden und leckt den Kindern die Hände. Das kitzelt und die Kinder müssen lachen.

Da geben sie ihm auch noch den Engerling zu fressen. „Na hoffentlich haben die genug Kuscheltiere“, denkt Nox und nimmt sich von dem Grillkäse.

Für den Nachtisch sorgt Nox. Er macht die besten Eierkuchen im Universum. Die Zutaten hat er in der Raststätte besorgt für die letzten Galax, die sie noch hatten.

Nox macht Eierkuchen für die Käseigler

 

Er wirft die Eierkuchen mit der Pfanne in die Luft, fängt sie geschickt wieder auf und serviert sie den Kindern. Die sind begeistert und essen, bis sie fast platzen. Sogar das grüne Biest lässt kurz von den Kuscheltieren ab und verschlingt einen der Eierkuchen.

Es stellt sich heraus, dass der Familienvater ein Hobby hat: Er bastelt leidenschaftlich gern an alten Raumschiffen herum und macht sie wieder flugtauglich. Dafür hat er sogar immer Werkzeug und Ersatzteile im Anhänger. Außerdem hat er einige Ideen, wie man den Milan schneller und besser machen könnte.

Rex winselt und will den Käseigler nicht am Milan herumschrauben lassen. Aber Nox nimmt Rex beiseite und erklärt ihm, dass der Milan repariert werden muss und dass sie kein Geld mehr dafür haben.

Sie nehmen das Angebot des Käseiglers dankbar an.

Lies weiter im 11. Kapitel.

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9. Wieso es in der Besteckschublade scheppert und Nox und Rex auf einmal so gut gekleidet sind

Die beiden kucken betrübt auf das Durcheinander aus verbeulten Dosen und zerfledderten Comics, gemischt mit dem Inhalt von ein paar Blumentöpfen und… Was ist das denn? Nox deutet mit offenem Mund auf etwas Grünes, das aus dem Haufen hervorlugt. Nox und Rex, 9. Kapitel, grünes Biest

Rex springt darauf zu, packt das grüne Etwas und zerrt es heraus. Das grüne Ding erwacht zu neuem Leben und schnappt nach seiner Hand.

Rex schüttelt es kräftig, bis es nur noch schlapp herunter hängt. Es ist eines der kleinen, runden, grünen Biester, die mit dem Weltraumpiraten gekommen waren. Es scheint beim Kampf etwas abbekommen zu haben und dann von den anderen vergessen worden zu sein.

Rex stopft es kurzerhand in eine Schublade und schiebt sie fest zu. In der Schublade fängt es jetzt kräftig an zu scheppern und zu rumoren. Rex hat die Besteckschublade erwischt. Egal!

Wo steckt eigentlich Moppi? Der ist doch für das Aufräumen zuständig.

Rex öffnet vorsichtig Moppis Luke. Und zieht sofort die Hand wieder zurück. Moppi hat ihm einen Stromschlag verpasst. Er streikt. Die Unordnung ist ihm zu groß.

Nox und Rex kucken sich an, zucken mit den Schultern und machen sich selbst ans Aufräumen. In dem Chaos kann man ja nicht klar denken.

Beim Aufräumen ist ihnen eingefallen, dass sie noch die Parade-Uniformen für spezielle Anlässe, wie Sternengeburtstage oder Milchstraßeneinweihungen haben. Grauenvolle Dinger voller goldener Orden, bunter Kordeln und mit kratzenden, steifen Krägen. Aber besser als die zerfetzten Klamotten, die sie jetzt tragen.

Nox und Rex 9. Kapitel Uniformen

Seufzend schlüpfen sie in die Uniformen. Rex lässt Schwanz und Ohren hängen. Nox zerrt am kratzigen Kragen und fühlt sich verkleidet. „Besser als nackt“, sagt Nox und grinst schief.

Dann nehmen sie Kurs auf einen der vielen Raststätten-Planeten. Seit der Sache mit dem Magneten schlingert der Milan irgendwie. Auf Raststätten-Planeten kann man Raumschiffe reparieren lassen und bekommt auch etwas zu essen. Auch kleine Geschenke gibt es dort zu kaufen.
Und man kann dort kleine, grüne Biester loswerden, die wütend in Besteckschubladen herumtoben.

Rex schwingt sich ans Steuer und bringt den Milan auf Kurs. Nox befragt inzwischen den Computer nach dem Weltraumpiraten.
„Felbftverftändlich!“, sagt der Computer, „Fage ich dir fofort.“
„Verdammter Mondmist!“, sagt Nox entsetzt, „Der Computer hat was abbekommen.“
Rex zuckt die Schultern und lenkt konzentriert gegen das Schlingern an. Er hat Recht. Sie müssen den Milan ohnehin reparieren lassen.

Zum Glück ist nur die Stimme des Computers beschädigt. Es stellt sich heraus, dass der Weltraumpirat bekannt ist und auf der universellen Verbrecherliste steht. Auf dem Fahndungsfoto grinst er hämisch und betrachtet eitel seine Hand mit den vielen goldenen Ringen. Sein Name ist Sardonicus.

Sardonicus hat sich schon als Vizekönig der kleinen Galaxie ganz links hinten im Universum ausgegeben und als Großhändler für vergoldete Currywürste. Damit hat er viel Geld ergaunert. Er wird von Unipol gesucht. Das ist die Polizei im Universum. Mit der arbeiten Nox und Rex eng zusammen. Sie sind aber selbst keine Polizisten. Sie sind für Friede, Freude und Eierkuchen im Universum zuständig.

Jedenfalls steht da, wer Sardonicus fängt, bekommt eine Belohnung von immerhin 5.000 Galax. Unipol warnt ausdrücklich vor den bissigen, grünen Biestern, die Sardonicus begleiten.

„Na also“, sagt Nox zu Rex, „da haben ja wir unseren Weltraumpiraten“.
Rex fletscht die Zähne und schüttelt die Faust. Der Raumpirat kann sich schon mal warm anziehen. Rex ist ziemlich nachtragend – und er hasst kratzige Uniformen.

In der Ferne taucht endlich der Raststätten-Planet auf. Und noch etwas. Eine lange, lange Schlange von Raumschiffen, die anscheinend alle dort landen wollen.
„Verdammter Mondmist!“ seufzt Nox und die beiden stellen sich schlingernd und eiernd mit dem Milan hinten an.

Ganz schön viele Anhänger sind in der Raumschiff-Schlange zu sehen. Wahrscheinlich sind auf dem Käseigel (sprich: Käse-Igel) gerade Ferien.
Die Bewohner des Käseigels sind im ganzen Universum dafür bekannt, mit ihren Mini-Raumschiffen und Anhängern hinten dran zu verreisen. Die Anhänger enthalten alles, was Käseigler so brauchen. So haben sie immer ihr Haus dabei, egal wo sie landen.

Da sie aber mit den kleinen Raumschiffen und großen Anhängern nur langsam vorankommen, sorgen sie oft für lange Staus. Auch auf offiziellen, mehrspurigen Weltraum-Straßen – und das im dreidimensionalen Raum!

Nox seufzt nochmals und schnappt sich ein halbwegs unbeschadetes Comic. Rex kuckt hungrig auf die verbeulten Dosen. Diesmal ist es sein Magen, der knurrt.

Aus der Schublade rumort es nur noch gelegentlich und wesentlich leiser.

9. Kapitel. Nox und Rex. Rex hat das grüne Biest in die Besteckschublade gesteckt

Den kleinen Käseigel-Kindern aus dem Raumschiff-Anhänger vor ihnen scheint es langweilig zu sein. Sie schneiden Grimassen und winken ihnen mit ihren Kuscheltieren zu. Eklige Dinger sind das: Nacktschnecken, Engerlinge und Mistkäfer. Nox schüttelt sich, winkt aber freundlich zurück.
Rex zieht seine beste Zähnefletsch-Grimasse. Die Kinder lachen sich schlapp und wollen mehr.

Zum Glück baut sich die Warteschlange halbwegs schnell ab und sie können endlich auf dem Parkplatz des Raststätten-Planeten landen.
Sie finden einen Platz für den Milan direkt neben den Käseiglern, die sie schon aus der Warteschlange kennen.
Die haben schon mal den Grill aufgebaut. Sie winken freundlich und laden Nox und Rex zum Essen ein. Das liegt bestimmt auch an den Uniformen. Davor haben alle immer großen Respekt.

Hauptsache endlich etwas zu essen! Rex wedelt begeistert mit dem Schwanz und bellt so laut, dass die Kinder ganz erschreckt kucken und sich im Anhänger verstecken.

Lies weiter im 10. Kapitel.

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