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21. Warum Wakame trotz Eierkuchen die Unterwasserstadt nicht mehr betritt

Im Milan schnappt Nox sich gleich eine Schüssel und einen Schneebesen und fängt an den Teig für die Eierkuchen zusammenzurühren.
Wakame hat es sich schon im Milan gemütlich gemacht und sich sogar mit Moppi angefreundet. Seltsamerweise findet Moppi nichts Ungewöhnliches an Wakame, zumindest will er ihn nicht entsorgen.
Nach kurzer Zeit kommen die ersten Eierkuchen auf den Tisch. Wakame stopft sich die erste Ladung in den Mund und fängt gleichzeitig an von der Unterwasserstadt zu erzählen. Leider versteht man wegen der ganzen Kau- und Schmatzgeräuschenur die Hälfte…

„Die Waffafelle finner eifige Weg rein“, sagt er gerade.
„Die Wasserfälle sind der einzige Weg rein in die Unterwasserstadt?“, hakt Nox nach.
Wakame nickt: „Fagiffdoff“.
Nox seufzt und kuckt zu Rex. Der befragt den Computer. Der Computer ist aber so entsetzt über Wakames Essmanieren, dass er gar nichts mehr sagen will und das Hör- und Sprachmodul abschaltet. Zum Glück gibt es noch eine Tastatur. Leider sind die Informationen über die Unterwasserstadt spärlich. Der See, in dem sie liegt, ist bekannt. Er ist umgeben von hohen Bergen, in denen der Milan nicht landen kann. Die Unterwasserstadt selbst ist Hort unermesslicher Reichtümer und Sammelort der übelsten Schurken diesseits des zentralen schwarzen Lochs. Und dann sind da noch die sieben unglaublich hohen Wasserfälle, von denen drei bergauf fließen.

Rex grinst, deutet auf die Berge und knufft Nox in die Seite. Er weiß, dass Nox nicht so auf Bergsteigen steht. Nox seufzt und verkneift sich den Gedanken an Sardonicus und die Belohnung…
„Hinter Sardonicus seid ihr her?“, sagt Wakame prompt und: „Gibt’s noch mehr Eierkuchen?“

21. Kapitel. Nox und Rex. Wakame futtert Eierkuchen und erzählt von der Unterwasserstadt
Nox geht seufzend zur Pfanne zurück und macht sich wieder an die Arbeit. Rex öffnet sich eine Dose Hundefutter und schnuppert angewidert am Muränengelee, das Wakame großzügig über die Eierkuchen und den Boden verteilt.
Moppi hat sich auch noch nicht blicken lassen. Eigentlich wäre das ja jetzt sein Einsatz.

„Sardonicus, das wird hart. Der hat hier eine Menge Freunde. Aber auch den ein oder anderen Feind“, sagt Wakame und reibt sich zufrieden den Bauch.
„Wir Frumarier gehören eher zu den Feinden, weil er uns die Unterwasserstadt weggenommen hat.“
„Ich gehe nicht mal mehr in die Nähe, tut mir Leid“, fügt er hinzu als Antwort auf Nox Gedanken, ob er sie hinführen könne.
„So, Jungs, danke für das feine Essen. Viel Glück mit Sardonicus und nehmt euch vor den Muränen in Acht.“
Mit einem „Freundliches Wellenkräuseln“ verabschiedet er sich, tätschelt noch kurz den eigens herbeigeeilten Moppi und ist schon zur Tür hinaus.

Weiter geht’s im 22. Kapitel.

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20. Warum auf Frutti die Mare Eier nicht gleich Eier sind

Wakame führt sie an der Küste entlang. Diesmal geht es in die andere Richtung. „Keine Ahnung, warum Krakstadt seinen Laden da hingebaut hat und nicht in der kleinen Stadt. Außer Krakstadt gibt es aber nicht viele Möglichkeiten einzukaufen auf Frutti die Mare“, erklärt Wakame als Antwort auf Nox und Rex unausgesprochene Fragen.

Die beiden sehen sich immer wieder misstrauisch um. „Keine Angst“, brummt Wakame, „um diese Uhrzeit sind keine Kukas unterwegs.“
Während Nox sich noch fragt, ob er es praktisch oder doof finden soll, dass Wakame Gedanken „hören“ kann, sehen sie schon einen riesigen mit Muscheln bewachsenen Felsen. Er ragt direkt an der Küste aus dem Meer heraus. „Krakstadt“, sagt Wakame stolz.

Der Laden scheint in den Felsen hineingebaut zu sein. Wakame führt sie zum Eingang. Ein Geflecht aus Gängen und Höhlen erwartet sie. Überall wuseln Frumarier und Wesen von allen möglichen Welten herum. Die Höhlen quellen über vor Waren: Kleidung, Schmuck, Essen, Werkzeug und Waffen türmen sich. Es scheint nichts zu geben, was man nicht kaufen kann.

„Kein Wunder“, denkt Nox, „schließlich verhökern die Raumpiraten hier ihr Diebesgut“.
Wakame nickt grinsend. Die Frumarier leben gut vom Handel mit den Piratenwaren. Sogar ein Fluffyball-Spiel gibt es. Rex kuckt sehnsüchtig in die Richtung. Aber seine rosa Flecken beginnen gerade zu verblassen. Besser nicht…

Nox und Rex suchen sich neue Hosen, T-Shirts und in Nox‘ Fall auch neue Schuhe aus. Rex trägt so etwas nicht. Nox ertappt sich bei dem Gedanken, dass Bordcomputer-Mutter jetzt wohl zufrieden mit ihnen ist. Ein Verkäufer sieht ihn überrascht an.
„Ach nichts“, sagt Nox ein wenig verlegen und bezahlt die neuen Klamotten, die sie gleich angezogen lassen.
20. Kapitel. Nox und Rex bezahlen die neuen Klamotten
Das Bündel mit den zerfledderten Klamotten gibt er dem Verkäufer zum Wegwerfen. „Wo gibt es denn jetzt Eier und Mehl?“
Wakame führt sie eine andere Höhle, die voller Lebensmittel ist. Alles, was man sich nur wünschen und vorstellen kann und ein paar Dinge, die die beiden auch eher nicht essen würden.

„Iiihhhh, Nacktschneckenschleim-Fonds“, ekelt sich Nox und stellt das Glas schnell zurück ins Regal. „Haben Sie Milch?“, fragt er den frumarischen Verkäufer, der ihn gerade mit einem fröhlichen „Freundliches Wellenkräuseln“ begrüßt hat. „Von Seekühen, Seeottern, Seegurken oder Serpentinen?“, fragt der Verkäufer ihn. „Serpentinen?“, wiederholt Nox verwirrt. „Nein, von Erdkühen, bitte.“

„Erdkühe….“, grübelt der Verkäufer, „Da hast du Glück. Haben wir letzte Woche eine Lieferung ´reinbekommen. Dort hinten!“, sagt er und führt Nox zu dem Regal. Nox nimmt ein paar Tüten und gibt sie Rex.

„So, jetzt brauchen wir noch Eier“, sagt Nox.
Der Verkäufer lächelt und fragt: „Vom Stör, vom Rochen, vom Krokodil oder Reihereier?“. „Hühnereier, nach Möglichkeit“, antwortet Nox. „Müssten wir auch irgendwo haben“, meint der Verkäufer und springt los. Drei Sekunden später hält er ihm einen Karton mit zehn prächtigen Hühnereiern unter die Nase. „Prima, jetzt noch Mehl, Öl und Sternenstaub, bitte“, sagt Nox, „Mehl aus Getreide, Pflanzenöl und… normalen Sternenstaub eben“.

Zum Glück gibt es auf Frutti di Mare wirklich alles, so dass sie nach kurzer Zeit die Zutaten für Eierkuchen zusammen haben. Sie kaufen auch noch weiteren Proviant ein, Hundefutter für Rex und noch ein paar Comics für Nox. Dazu pechschwarzes Muränengelee. Das hatte sich Wakame für die Eierkuchen gewünscht. Nox und Rex bleiben lieber bei Apfelmus und Ahornsirup.
Der Verkäufer schenkt ihnen noch ein Fläschchen mit einer fluoreszierenden Flüssigkeit. “Geschenk des Hauses“, sagt er leise und zwinkert Nox verschwörerisch zu.
Schwer bepackt gehen die drei zum Milan zurück.

Weiter geht’s im 21. Kapitel.

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