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20. Warum auf Frutti die Mare Eier nicht gleich Eier sind

Wakame führt sie an der Küste entlang. Diesmal geht es in die andere Richtung. „Keine Ahnung, warum Krakstadt seinen Laden da hingebaut hat und nicht in der kleinen Stadt. Außer Krakstadt gibt es aber nicht viele Möglichkeiten einzukaufen auf Frutti die Mare“, erklärt Wakame als Antwort auf Nox und Rex unausgesprochene Fragen.

Die beiden sehen sich immer wieder misstrauisch um. „Keine Angst“, brummt Wakame, „um diese Uhrzeit sind keine Kukas unterwegs.“
Während Nox sich noch fragt, ob er es praktisch oder doof finden soll, dass Wakame Gedanken „hören“ kann, sehen sie schon einen riesigen mit Muscheln bewachsenen Felsen. Er ragt direkt an der Küste aus dem Meer heraus. „Krakstadt“, sagt Wakame stolz.

Der Laden scheint in den Felsen hineingebaut zu sein. Wakame führt sie zum Eingang. Ein Geflecht aus Gängen und Höhlen erwartet sie. Überall wuseln Frumarier und Wesen von allen möglichen Welten herum. Die Höhlen quellen über vor Waren: Kleidung, Schmuck, Essen, Werkzeug und Waffen türmen sich. Es scheint nichts zu geben, was man nicht kaufen kann.

„Kein Wunder“, denkt Nox, „schließlich verhökern die Raumpiraten hier ihr Diebesgut“.
Wakame nickt grinsend. Die Frumarier leben gut vom Handel mit den Piratenwaren. Sogar ein Fluffyball-Spiel gibt es. Rex kuckt sehnsüchtig in die Richtung. Aber seine rosa Flecken beginnen gerade zu verblassen. Besser nicht…

Nox und Rex suchen sich neue Hosen, T-Shirts und in Nox‘ Fall auch neue Schuhe aus. Rex trägt so etwas nicht. Nox ertappt sich bei dem Gedanken, dass Bordcomputer-Mutter jetzt wohl zufrieden mit ihnen ist. Ein Verkäufer sieht ihn überrascht an.
„Ach nichts“, sagt Nox ein wenig verlegen und bezahlt die neuen Klamotten, die sie gleich angezogen lassen.
20. Kapitel. Nox und Rex bezahlen die neuen Klamotten
Das Bündel mit den zerfledderten Klamotten gibt er dem Verkäufer zum Wegwerfen. „Wo gibt es denn jetzt Eier und Mehl?“
Wakame führt sie eine andere Höhle, die voller Lebensmittel ist. Alles, was man sich nur wünschen und vorstellen kann und ein paar Dinge, die die beiden auch eher nicht essen würden.

„Iiihhhh, Nacktschneckenschleim-Fonds“, ekelt sich Nox und stellt das Glas schnell zurück ins Regal. „Haben Sie Milch?“, fragt er den frumarischen Verkäufer, der ihn gerade mit einem fröhlichen „Freundliches Wellenkräuseln“ begrüßt hat. „Von Seekühen, Seeottern, Seegurken oder Serpentinen?“, fragt der Verkäufer ihn. „Serpentinen?“, wiederholt Nox verwirrt. „Nein, von Erdkühen, bitte.“

„Erdkühe….“, grübelt der Verkäufer, „Da hast du Glück. Haben wir letzte Woche eine Lieferung ´reinbekommen. Dort hinten!“, sagt er und führt Nox zu dem Regal. Nox nimmt ein paar Tüten und gibt sie Rex.

„So, jetzt brauchen wir noch Eier“, sagt Nox.
Der Verkäufer lächelt und fragt: „Vom Stör, vom Rochen, vom Krokodil oder Reihereier?“. „Hühnereier, nach Möglichkeit“, antwortet Nox. „Müssten wir auch irgendwo haben“, meint der Verkäufer und springt los. Drei Sekunden später hält er ihm einen Karton mit zehn prächtigen Hühnereiern unter die Nase. „Prima, jetzt noch Mehl, Öl und Sternenstaub, bitte“, sagt Nox, „Mehl aus Getreide, Pflanzenöl und… normalen Sternenstaub eben“.

Zum Glück gibt es auf Frutti di Mare wirklich alles, so dass sie nach kurzer Zeit die Zutaten für Eierkuchen zusammen haben. Sie kaufen auch noch weiteren Proviant ein, Hundefutter für Rex und noch ein paar Comics für Nox. Dazu pechschwarzes Muränengelee. Das hatte sich Wakame für die Eierkuchen gewünscht. Nox und Rex bleiben lieber bei Apfelmus und Ahornsirup.
Der Verkäufer schenkt ihnen noch ein Fläschchen mit einer fluoreszierenden Flüssigkeit. “Geschenk des Hauses“, sagt er leise und zwinkert Nox verschwörerisch zu.
Schwer bepackt gehen die drei zum Milan zurück.

Weiter geht’s im 21. Kapitel.

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