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15. Wie Nox und Rex wieder zu Geld und Stein kommen

Wenig später bekommen sie Besuch. Sardonicus segelt überlegen lächelnd in das Gefängnis. Wie immer in Begleitung seiner grünen Beißkugeln.
Nox und Rex springen auf. Sardonicus winkt ihnen fröhlich zu. „Herzlich willkommen auf Frutti di Mare“, sagt er huldvoll. „Auch du, mein rosa Freund“, fügt er grinsend hinzu.

Dann dreht er sich zum Anführer der Kukas um und lässt einen Sack in dessen Hände fallen. Die Kukas rennen aus allen Ecken herbei und drängen sich um ihren Anführer. Der öffnet den Sack und lässt die Goldstücke darin blinken.

Während die Kukas noch vom Gold geblendet sind, wendet sich Sardonicus wieder Nox und Rex zu.
„Na, ihr haltet euch wohl für besonders schlau mit eurer Piratentarnung“, sagt er herablassend.
„Aber ich wusste natürlich, dass ihr kommt“, fügt er hinzu und tätschelt seine Tasche, in der sich wahrscheinlich der grüne Stein befindet.
Rex knurrt wütend.
„Dich kriegen wir schon noch, Sardonicus“, antwortet Nox kühl.
Sardonicus lacht nur abfällig. Er pfeift seine grünen Beißkugeln herbei und will gerade gehen.

Nox und Rex. Kapitel 15. Sardonicus ruft seine Beißkugeln herbei.

 

 

 

 

 

Doch plötzlich verändert sich sein Gesichtsausdruck.
Er sieht irgendwie erschrocken aus, denkt Nox.

Sardonicus greift wieder an seine Hosentasche und zieht den Stein heraus. Der ist aber nicht grün, sondern rot und heiß.
Sardonicus wirft ihn von einer Hand in die andere. Der Stein ist so heiß, dass er ihn kaum in den Händen halten kann.

„Was hat das zu bedeuten?“, ruft er drohend. Er lässt den glühenden Stein fallen. Der sendet warnende, rote Lichtsignale in alle Richtungen aus.
Und plötzlich rumpelt es unter ihnen.
Alle halten inne. Sogar die Kukas haben aufgehört, ihr Geld zu zählen. Nox und Rex kucken sich stumm an. Die Beißkugeln drängen sich ängstlich um Sardonicus.
Und dann bricht der Boden des Gefängnisses plötzlich auf.

Aus ihm heraus schießt eine Pflanze, die schnell wächst und mit ihren grünen Blättern und Zweigen den ganzen Raum einnimmt. Sie ist dreimal so groß wie Rex. Alle starren sie stumm vor Schreck an.

Nox zischt: „Die diebische Schlingpflanze von Rabenach!“
Die hat das gehört und wendet sich kurz Nox zu. Dann dreht sie sich aber sofort wieder um und greift mit ihren Ästen nach Sardonicus.
Der versucht sich hinter seinen Beißkugeln zu verstecken, aber die bringen sich lieber selbst hinter den Kukas in Sicherheit.

Die Schlingpflanze greift sich den heftig zappelnden Sardonicus, umschlingt ihn mit ihren Ästen und hebt ihn kopfüber hoch. Sardonicus schreit und kreischt abwechselnd „Mama“ und „Hilfe“. Aber niemand hilft ihm jetzt. Nur der Stein pulsiert weiter rot und warnend.

Nox und Rex. Die diebische Schlingpflanze von Rabenach greift sich Sardonicus.

 

 

 

 

 

Die Schlingpflanze stopft ihm ein paar Blätter in den Mund, damit endlich Ruhe ist. Dann zieht sie ihm in aller Ruhe die vielen goldenen Ringe von den Fingern und fädelt sie auf einen ihrer Äste. Als sie alle Ringe hat, schüttelt sie Sardonicus noch kräftig. Der gibt ein gedämpftes „Hnnnngggnnnhhhh“ von sich. Aus seiner Tasche fallen ein paar Goldstücke und Galax.

Nox und Rex. Die diebische Schlingpflanze von Rabenach klaut Sardonicus die Ringe.

 

 

 

 

 

Die Kukas erwachen aus ihrer Starre und wollen Gold und Galax aufsammeln. Sofort versperren ihnen aber ein paar kräftige Äste den Weg. Die naseweisesten Kukas werden an den Beinen hochgehoben und durch das Gefängnis geworfen. Das reicht als Warnung für die anderen.

Die Schlingpflanze sammelt gelassen die Goldstücke auf. An den Galax scheint sie kein Interesse zu haben. Dann greift sie sich mit einem Astschwung den Sack mit Gold, den der Anführer der Kukas hinter seinem Rücken versteckt. Dabei fegt sie noch den Rest der Kukas beiseite.

Jetzt sind anscheinend Nox und Rex dran. Zwei Äste nähern sich dem Zellengitter und biegen es auf. Ein Ast winkt ihnen auffordernd zu.
„Sie will wahrscheinlich, dass wir rauskommen und unsere Taschen leeren.“, sagt Nox zu Rex. „Aber sehr gern!“

Die beiden klettern durch die aufgebogenen Gitterstäbe.Draußen stülpen sie ihre Taschen, in denen nichts als Löcher sind, nach außen. Die Schlingpflanze lässt enttäuscht die Blätter hängen.
Dann schleudert sie Sardonicus in die Ecke, wo er unsanft auf seinen Beißkugeln landet. Die fiepen laut auf. Sardonicus bleibt stöhnend liegen.

Die Schlingpflanze wirft noch einen letzten suchenden Blick in den Raum und verschwindet dann wieder durch das Loch im Boden.
Außer leisem Stöhnen und Fiepen ist jetzt nichts mehr zu hören. Der Stein ist wieder grün.
Nox reagiert sofort und greift ihn sich, während Rex die Galax einsammelt. „Konfisziert!“, sagt Nox fröhlich in die versammelte Runde.

Weiter geht’s im 16. Kapitel.

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