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26. Von Unterwasser-Kerkern und Muränen-Futter

26. Kapitel. Nox und Rex. Im Kerker der UnterwasserstadtIn dem Moment erscheint Sardonicus in Eingang zum Palast. Unterwasser trägt er gar nicht sein Aquarium, fällt Nox auf. Na klar, er hat wohl eine Kiemenatmung wie ein Fisch.

Sardonicus verschränkt hochmütig die Arme vor der Brust und nickt seinen Biestern zu. Die haben Nox und Rex inzwischen zusammen mit den Piraten eingekreist. Von hinten pieksen spitze Säbel in die Hinterteile von Nox und Rex. Die beiden stolpern vorwärts und landen direkt vor Sardonicus.

„So sieht man sich wieder“, sagt der und grinst hämisch.
„Das letzte Spiel ging an euch. Diesmal endet ihr aber als Muränen-Futter“, verkündet er. Bevor Nox noch etwas sagen kann, werden sie von pieksenden Säbeln in das Haus geschoben, die Treppe hinunterbefördert und in den Kerker geworfen.

„Hey, das kannst du nicht machen!“, schreit Nox wütend.
„Sardonicus, wir sind im Auftrag der Galaxie unterwegs und du bist hiermit verhaftet!“.
Die Piraten und Biester kichern laut und selbst Rex muss lachen.
„Ich glaube, du wurdest gerade verhaftet, Muränen-Futter“, sagt einer der Piraten bevor sie sie allein lassen.

Nox und Rex sehen sich in der Zelle um. „Verdammter Mondmist!“, entfährt es Nox, als er seine Zellengenossen erblickt. Von den Wänden hängen ein paar angekettete Skelette. Rex ist inzwischen in eine dunkle Ecke der Zelle geschwommen und kläfft aufgeregt.

Er scheint dort etwas gefunden zu haben.
Nox schwimmt hinterher.
Als sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, erkennt er einen alten Frumarier – lebend.
Der betrachtet die beiden gelassen.
„Beruhigt euch erstmal!“, sagt er kopfschüttelnd. „Eure Gedanken sind so laut, dass mir die Ohren klingeln.“
Nox atmet tief durch und auch Rex Nackenhaare glätten sich langsam wieder. Wenn er sich aufregt, stellen sie sich immer auf.
„Viel besser“, lobt der Frumarier. „Ich bin Nori.“
„Rex und Nox“, stellt Nox sie beide vor. „Wir sind Galaxisten…“
„und für Friede, Freude und Eierkuchen im Universum zuständig“, ergänzt Nori und seufzt tief bei dem Gedanken an Eierkuchen. Die stehen leider nie auf dem Gefängnisspeiseplan der Unterwasserstadt.
„Machst du mir Eierkuchen, wenn ich euch helfe, hier herauszukommen?“, fragt er Nox hoffnungsvoll.
Der stutzt kurz.
„Es gibt immer einen Ausweg, mein Sohn“, fügt er hinzu und grinst ein bisschen schief.
„Weil ich die Unterwasserstadt nicht verlassen will“, antwortet er auf Nox Gedanken, warum er dann noch da sei.
„Ach eine lange Geschichte“, murmelt Nori, „jedenfalls will ich die Stadt nicht Sardonicus überlassen“. „Aber deswegen müsst ihr ja keine Algen ansetzen“, sagt er etwas munterer.
„Wir wollen Sardonicus…“, setzt Nox an und wird schon wieder von Nori unterbrochen: „Ich weiß, ich weiß, ihr wollt Sardonicus verhaften. Das war ja nicht zu überhören. Jetzt müsst ihr erstmal aufpassen, dass ihr nicht als Muränenfutter endet.“

Weiter geht’s im 27. Kapitel.

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