Nox und Rex – ein unendliches Weltraumabenteuer

30. Warum man seinen Uniform-Computer nicht verärgern sollte

„Wow, ich war wirklich lange nicht mehr hier“, staunt Nox.
Die beiden gehen zum Ausgang. Sie sind hier mindestens im 83. Stock. Nox ist schon wieder schwindelig. Normalerweise hat er ja kein Problem mit Höhe. Sonst hätte er auch nicht Galaxist werden können. Aber das Mond-mistige Fluor-Reise-Trauma…

Rex sieht ihn ein wenig besorgt an. Er hebt den haarigen Arm und winkt einer Taxilette. Das ist ein kleines, robotergesteuertes Raumschiff, mit dem man auf Cor kostenlos von A nach B kommt, wie die beiden jetzt erfahren.

Sie steigen ein. Nox will gerade das Fahrtziel nennen, da sagt schon sein Uniform-Computer: „Zum Rat der Galaxien, bitte“. Nox klappt den Mund wieder zu – und dann gleich wieder auf: „Mir wäre es ganz recht, wenn du nur redest, wenn du etwas gefragt wirst“, sagt er zu seinem Ärmel.
Der Metallstreifen verfärbt sich rot und wird dann blass. „Oh, abgeschaltet“, denkt Nox und seufzt. Rex verdreht die Augen und schüttelt den Kopf.

Die Taxilette düst in eleganten Schwüngen um die hohen Gebäude von Cor. Über, unter und neben ihnen fliegen noch jede Menge andere Taxiletten durch die Gegend. In der Ferne können sie schon das unverkennbare Haus vom Rat der Galaxien sehen. Es sieht aus wie ein riesiger Seeigel mit all den stacheligen Antennen auf seinem runden Dach.

Nox und Rex. Kapitel 30. Taxilette

Die Taxilette setzt sie am Eingang ab und düst gleich wieder davon.
Während sich Nox und Rex noch fragen, wo sie jetzt hinmüssen, werden sie schon angesprochen: „Bitte mitkommen“, sagt ein großes Wesen mit Kapuzen-Umhang freundlich, aber bestimmt zu ihnen. Es sei ein Mitarbeiter des Rates, erklärt ihnen das Wesen noch kurz und versinkt dann in Schweigen. Nox‘ Fragen ignoriert es und achtet nur darauf, dass die beiden ihm folgen.
Sie laufen scheinbar endlos durch das riesige Gebäude. Nox hat schon jede Orientierung verloren. Da der Uniform-Computer noch beleidigt heruntergefahren ist, kann er ihn auch nicht fragen.

Rext tappt sorglos nebenher. Endlich scheinen sie an der richtigen Tür angekommen zu sein. Das Wesen weist auffordernd darauf und sagt: „Bitte sehr!“
Nox und Rex sehen sich an, zucken mit den Schulter und öffnen die Tür.

Was erwartet sie wohl hinter dieser Tür?
Nox und Rex legen nach einem Jahr Weltraumabenteuer eine Pause ein. 


Galax, Galax, Galax...

20. Kapitel. Nox und Rex bezahlen die neuen Klamotten

… damit zahlt man im Universum von Nox und Rex. Und ohne Galax kommen auch die beiden nicht gut zurecht. Uns geht es genauso. Ohne Euros können wir die Kosten für super-geschichte.de nicht mehr bezahlen und es gibt auch keine Eierkuchen für Sib und Sab. Dieses Weltraumabenteuer finanziert sich einzig und allein über Verkaufsprovisionen. Wenn ihr auf einen unserer Produkt-Links klickt und etwas kauft (egal was, Hauptsache ihr kommt über einen unserer Links), dann bekommen wir eine kleine Provision (z.B. 5 % bei Amazon). Damit finanzieren wir Webspace, Illustrationen und Text.

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Wir sagen schon mal Dankeschön und wünschen viel Friede, Freude und Eierkuchen 🙂


29. Warum Rex schnurrt und Nox schwindelt

„Moooooment“, sagt die Stimme. „du und Rex, ihr habt euch umgehend beim Rat der Galaxie zu melden!“
„Alles klar“, sagt Nox, schüttelt ein bisschen den Kopf über die Eile und macht sich auf die Suche nach Rex.
Er findet ihn tatsächlich direkt nebenan. Dort liegt er gemütlich bäuchlinks auf einer Liege und lässt sich von vier Roboterarmen das Fell kraulen.

Nox und Rex. Kapitel 29. Rex lässt sich auf der Krankenstation von Cor schön das Fell kraulen. Nox muss grinsen. Rex weiß einfach, wie man es sich gut gehen lässt.
„Hey Rex, alles klar?“, fragt er.
Rex dreht faul den Kopf, öffnet die Augen einen winzige Schlitz und schnurrt wie eine Katze.
„Wir sollen uns umgehend beim Rat der Galaxie melden“, sagt Nox. „Bist du fertig?“
Rex knurrt nur widerwillig.
„Komm schon. Es scheint eilig zu sein,“ sagt Nox etwas strenger.
Rex winselt bedauernd. Die Roboterarme lassen von ihm ab. Er räkelt und streckt sich noch ein wenig, springt dann auf und geht seine Uniform anziehen. Genau wie bei Nox gibt es auch in diesem Zimmer eine Umkleide.

„Ist dir gar nicht schwindelig?“, fragt Nox.
Rex steckt verwundert den Kopf zwischen den Vorhängen der Umkleide durch und schüttelt ihn. Er winselt fragend.
„Och, Fluor-Reise-Trauma. Aber vielleicht sind Morinschus dafür nicht anfällig“, erklärt Nox.
Rex sieht ihn an, als hätte er nicht alle Tassen im Schrank.
„Besten Dank, alter Freund“, sagt Nox ein wenig gekränkt und muss sich schon wieder an der Wand anlehnen, weil ihm schwindelig ist.Rex kommt mit frischer Uniform aus der Umkleide und betrachtet sich von allen Seiten im Spiegel. Er zupft noch ein bisschen hier und ein bisschen…
„Können wir jetzt endlich?!“, ruft Nox etwas genervt.
Rex kneift die Augen zu schmalen Schlitzen zusammen, fletscht die Zähne, knurrt und schnappt spielerisch nach Nox.
„Lass das“, lacht Nox, „das kitzelt“ und flieht zur Tür hinaus. Rex hinterher. Lang hält Nox sowieso nicht durch, dafür ist er noch zu schlapp.

„Wie geht es jetzt zum Rat der Galaxien?“, überlegt Nox laut.
Eine bekannte Computerstimme ertönt: „Mein Junge, ich mache mir ernsthafte Sorgen. Du kennst dich doch hier aus!“
„Oh nein, nur dass nicht!“, denkt Nox verzweifelt. Der Bord-Computer, der sich für seine Mutter hält und tatsächlich ihre Stimme hat.
Rex fletscht die Zähne und grinst. Er tippt auf einen metallenen Streifen am Arm der Uniform. Das scheint ein eingebauter Computer zu sein. Die neuen Uniformen sind wohl nicht nur Kleidungsstücke.

Nox und Rex. Kapitel 29. Uniformcomputer

„Ich war aber noch nie auf der Krankenstation und außerdem schon verdammt lange nicht mehr auf Cor“, sagt Nox verärgert.
„Kein Grund zu fluchen, mein Junge!“, sagt der Uniform-Computer streng. „Du gehst einfach den Flur entlang bis zum Ausgang, dort winkst du eine Taxilette heran und lässt dich hinbringen.“

Weiter geht’s im 30. Kapitel.


28. Wo Nox, Rex und Nori am Ende gelandet sind

Nox und Rex. Kapitel 28. Nox auf der Krankenstation„Uahhhhhh“, schreit Nox und schreckt hoch. Jemand hat ihm kaltes Wasser ins Gesicht geschüttet.
„Na, na, na“, sagt jemand mahnend zu ihm, „liegenbleiben!“.

Nox legt sich wieder zurück und kuckt um sich, wer da gesprochen hat. Er kann aber niemanden entdecken. Nur ein paar Roboterarme hantieren herum. Am Ende des einen sieht er einen Schlauch, aus dem noch Wasser tropft. Andere Roboterarme bewegen sich auf ihn zu. Einer tupft Nox mit einem Handtuch trocken. Ein zweiter fühlt seinen Puls und ein dritter misst Fieber an Nox‘ Schläfe.

Weitere Arme versuchen ihm gerade die Hose auszuziehen.
„Hey, lass das“, schreit Nox empört und hält seine Hose fest.
„Das ist nicht die offizielle Uniform“, sagt die Stimme streng, „und außerdem sind deine Klamotten nass“.

„Ja, weil du mich mit Wasser abgespritzt hast, wie ein dreckiges Raumschiff“, knurrt Nox.
„Dann zieh dich selbst um. Dort in der Ecke ist eine frische Uniform für dich“, sagt die Stimme.
„Du bist soweit gesund, du hast nur ein kleines Fluor-Reise-Trauma. Das vergeht in ein paar Tagen. Iss viel frisches Obst.“, erklärt ihm die Stimme noch. Dann ziehen sich die Roboterarme zurück und Nox kann aufstehen.

Tatsächlich liegen in einer Ecke hinter einem Vorhang frische Klamotten für ihn. Er zieht sich um. Ein bisschen schwindelig ist ihm ja schon. Wahrscheinlich das Fluor-Reise-Trauma, von dem die Stimme gesprochen hat.

Kapitel 28. Nox und Rex. Nox zieht sich trockene Klamotten an.

Nox zieht sich langsam um und muss sich dabei an der Wand abstützen. „Wo bin ich eigentlich?“, fragt er laut.
„Krankenstation von Cor“, antwortet die Stimme.
„Und wie komme ich hierher?“, fragt Nox.
„Du hast eine Fluor-Reise gemacht“, antwortet die Stimme. „Gelandet bist du im Studentenwohnheim mitten im Speisesaal. Von dort wurdest du dann hergebracht. Das ist Routine bei Fluor-Reisen“, erklärt die Stimme geduldig.
Jetzt erinnert sich Nox wieder: Die Unterwasserstadt… Sardonicus… der Kerker und die rohen Fische als Essen… und die Flasche mit der leuchtenden Flüssigkeit.

„Wo sind meine Freunde, Rex und Nori“, fragt Nox.
„Die liegen in den Zimmern nebenan. Das heißt, der Frumarier, den du mitgebracht hast, ist schon wieder zurückgegangen ins Studentenwohnheim“, sagt die Stimme.
„Was will er denn da?“, wundert sich Nox.
„Er sagte etwas von Eierkuchen“, antwortet die Stimme, „obwohl wir ihm ausdrücklich zu frischem Obst geraten haben. Wegen des Fluor-Reise-Traumas.“
Nox grinst. Nach der langen Kerkerzeit und all den rohen Fischen sind die Eierkuchen der Galaxisten bestimmt eine zu große Verlockung für Nori.
„Tja, danke für die Uniform. Ich gehe dann mal“, sagt Nox und will zur Tür hinaus.

Weiter geht’s im 29. Kapitel.


27. Wie Nox und Rex einen überraschenden Ausweg finden

Kapitel 27. Nox und Rex. Die Flasche mit der geheimnisvoll leuchtenden Flüssigkeit.

Nox knurrt auf einmal. Seine Ohren scheinen auch unter Wasser prächtig zu funktionieren. Richtig, der Kerkermeister kommt zurück. Mittagessen. Er wirft ihnen ein paar tote Fische durchs Gitter. Nori greift sich einen und auch Rex schnappt zu. Nur Nox ist nicht so begeistert von rohem Fisch…

Frustriert bohrt er die Fäuste in seine Hosentaschen. Die eine Hand legt sich beruhigend um den grünen Stein, die andere… Ja, was ist denn das? Nox zieht die Hand mit dem Gegenstand heraus. Es ist das Fläschchen mit der fluoreszierenden Flüssigkeit, das er bei Krakstadt bekommen hat. „Wofür das wohl gut ist?“, überlegt Nox.
„Zeig mal her!“, sagt Nori und greift schon nach dem Fläschchen. Nox reicht es ihm und kuckt zu, wie Nori die Aufschrift studiert.
„Wow“, sagt Nori, „da habt ihr ja euren Ausweg.“
„Wie meinst du das?“, fragt Nox.
Rex vergisst fast zu kauen und kommt neugierig näher. Er winselt fragend. So gut gefällt es ihm hier im Unterwasser-Kerker auch nicht.
„Also, wenn ihr dieses Fläschchen öffnet, dann transportiert euch der Inhalt an einen sicheren Ort“, erklärt Nori vorsichtig und sieht Nox und Rex prüfend an. Nicht jeder versteht so komplizierte Erklärungen.
Nox und Rex sehen ihn mit offenen Mündern an. Bei Rex ist das wegen des halb zerkauten Fischs kein schöner Anblick.
„Kau weiter mein Freund“, sagt Nori deshalb auch freundlich zu ihm.
Rex schließt den Mund, knurrt kurz und kaut weiter. Nox nickt Nori auffordernd zu.
„Ich kann euch nicht sagen, wo ihr landen werdet. Das kommt darauf an, was ihr als sicheren Ort empfindet“, erklärt Nori weiter. „Wäre aber schön, wenn ihr mich mitnehmen könntet“.
Nox nickt nachdenklich und dreht sich zu Rex um. Die beiden sehen sich an.
„Einverstanden, alter Freund?“, fragt Nox.
Rex kläfft zustimmend.
Nox greift nach dem Fläschchen in Noris Hand, zögert kurz und öffnet den Deckel. Er denkt ganz fest an den Milan.
Die Flüssigkeit strömt aus.
Sie leuchtet und verbreitet sich im Wasser.
„Das ist viel mehr Flüssigkeit, als in so eine Flasche hineinpasst“, wundert sich Nox. Dann wird er von dem Leuchten im Wasser eingehüllt. Das Wasser fühlt sich auf einmal viel wärmer an und die Dunkelheit ist weg. Alles leuchtet. Und alles, was vorher finster und unheimlich aussah, sieht auf einmal ganz nett aus im Licht.

Auch Rex und Nori werden von der leuchtenden Flüssigkeit eingehüllt. Das Wasser bildet Wirbel, die auch die drei erfassen. Alles ist weich und sanft und schaukelt schön. Es ist ein ziemlich angenehmes Gefühl.
„So wie Heimkommen“, denkt Nox und ist selbst ein bisschen überrascht über den Vergleich.
Plötzlich wird er ganz müde. Er schließt die Augen und lässt sich herumwirbeln und mitziehen. Das Wasser rauscht sanft in seinen Ohren und er schläft ein. Im Traum ist er wieder zurück auf der Raumstation auf dem Planeten Cor, dem Herzen aller Galaxien. Dort wurde er ausgebildet zum Galaxisten, hat Rex kennengelernt, sein erstes Raumschiff bekommen…

Weiter geht’s im 28. Kapitel.


26. Von Unterwasser-Kerkern und Muränen-Futter

26. Kapitel. Nox und Rex. Im Kerker der UnterwasserstadtIn dem Moment erscheint Sardonicus in Eingang zum Palast. Unterwasser trägt er gar nicht sein Aquarium, fällt Nox auf. Na klar, er hat wohl eine Kiemenatmung wie ein Fisch.

Sardonicus verschränkt hochmütig die Arme vor der Brust und nickt seinen Biestern zu. Die haben Nox und Rex inzwischen zusammen mit den Piraten eingekreist. Von hinten pieksen spitze Säbel in die Hinterteile von Nox und Rex. Die beiden stolpern vorwärts und landen direkt vor Sardonicus.

„So sieht man sich wieder“, sagt der und grinst hämisch.
„Das letzte Spiel ging an euch. Diesmal endet ihr aber als Muränen-Futter“, verkündet er. Bevor Nox noch etwas sagen kann, werden sie von pieksenden Säbeln in das Haus geschoben, die Treppe hinunterbefördert und in den Kerker geworfen.

„Hey, das kannst du nicht machen!“, schreit Nox wütend.
„Sardonicus, wir sind im Auftrag der Galaxie unterwegs und du bist hiermit verhaftet!“.
Die Piraten und Biester kichern laut und selbst Rex muss lachen.
„Ich glaube, du wurdest gerade verhaftet, Muränen-Futter“, sagt einer der Piraten bevor sie sie allein lassen.

Nox und Rex sehen sich in der Zelle um. „Verdammter Mondmist!“, entfährt es Nox, als er seine Zellengenossen erblickt. Von den Wänden hängen ein paar angekettete Skelette. Rex ist inzwischen in eine dunkle Ecke der Zelle geschwommen und kläfft aufgeregt.

Er scheint dort etwas gefunden zu haben.
Nox schwimmt hinterher.
Als sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, erkennt er einen alten Frumarier – lebend.
Der betrachtet die beiden gelassen.
„Beruhigt euch erstmal!“, sagt er kopfschüttelnd. „Eure Gedanken sind so laut, dass mir die Ohren klingeln.“
Nox atmet tief durch und auch Rex Nackenhaare glätten sich langsam wieder. Wenn er sich aufregt, stellen sie sich immer auf.
„Viel besser“, lobt der Frumarier. „Ich bin Nori.“
„Rex und Nox“, stellt Nox sie beide vor. „Wir sind Galaxisten…“
„und für Friede, Freude und Eierkuchen im Universum zuständig“, ergänzt Nori und seufzt tief bei dem Gedanken an Eierkuchen. Die stehen leider nie auf dem Gefängnisspeiseplan der Unterwasserstadt.
„Machst du mir Eierkuchen, wenn ich euch helfe, hier herauszukommen?“, fragt er Nox hoffnungsvoll.
Der stutzt kurz.
„Es gibt immer einen Ausweg, mein Sohn“, fügt er hinzu und grinst ein bisschen schief.
„Weil ich die Unterwasserstadt nicht verlassen will“, antwortet er auf Nox Gedanken, warum er dann noch da sei.
„Ach eine lange Geschichte“, murmelt Nori, „jedenfalls will ich die Stadt nicht Sardonicus überlassen“. „Aber deswegen müsst ihr ja keine Algen ansetzen“, sagt er etwas munterer.
„Wir wollen Sardonicus…“, setzt Nox an und wird schon wieder von Nori unterbrochen: „Ich weiß, ich weiß, ihr wollt Sardonicus verhaften. Das war ja nicht zu überhören. Jetzt müsst ihr erstmal aufpassen, dass ihr nicht als Muränenfutter endet.“

Weiter geht’s im 27. Kapitel.


25. Warum Nox' grüner Stein allen Grund hat Alarm zu schlagen

„Hey, wer seid ihr und was wollt ihr hier eigentlich?“, ruft der Wächter ihnen nach. „Handelsbeziehungen knüpfen“, antwortet Nox cool und legt die Hand beruhigend auf den in seiner Hosentasche pochenden Stein. Dem Wächter scheint das zu reichen. Er ist schon wieder mit dem Fischschwarm beschäftigt.Nox und Rex in der Unterwasserstadt. Der Wächter ist mit einem Fischschwarm beschäftigt.

Die Unterwasserstadt hat früher wohl mal an Land gelegen, vielleicht auf einer Insel. Jetzt liegt sie tief unten am Grund des Salzwassersees. Sie ist eine seltsame Mischung aus richtigen Häusern und einfachen Höhlen aus Bäumen und Felsbrocken. Alles ist über und über mit Algen und Muscheln bewachsen.

In den Höhlen haben sich allerlei finstere Wesen eingenistet. Auch Muränen gibt es dort. Sie schnappen gern mal nach Passanten mit ihren spitzen Zähnen. „Wahrscheinlich isst Wakame deshalb so gern Muränengelee“, denkt Nox und kann gerade noch einem Angriff ausweichen.

Ein seltsames grünliches Licht beleuchtet die Stadt. Am hellsten ist es in der Mitte. Dort liegt ein ehemals wohl schneeweißer Palast, dem das Salzwasser auch schon ordentlich zugesetzt hat. An den Säulen vor dem Eingang lehnen Skelette mit Speeren in der Hand. Es sieht schon recht gruselig aus. „Ich vermute mal, dort werden wir Sardonicus finden“, sagt Nox zu Rex und deutet auf den Palast.

Rund um den Palast ist einiges los. Piraten und andere Wesen gehen ein und aus, schleppen Säcke und Kisten, verhandeln, streiten, rufen sich Angebote und Zahlen zu. Auch Sardonicus kleine Begleiter, die grünen Beißkugeln, schwirren herum. Selbst die Piraten scheinen Respekt vor ihnen zu haben. Zumindest bemühen sie sich den Biestern aus dem Weg zu gehen.

Der Stein in Nox Hosentasche wird heißer und vibriert jetzt stärker. Eines der kleinen grünen Biester scheint sie entdeckt zu haben. Es deutet auf Nox und Rex und tuschelt aufgeregt mit den anderen Biestern. Die Augen aller Biester richten sich drohend auf Nox und Rex. Selbst die Piraten halten inne, stellen ihre Säcke und Kisten ab und nähern sich langsam. Sie zücken ihre Säbel und Pistolen.

„Ich glaube, wir sind hier in einem alten Piratenfilm gelandet“, raunt Nox Rex zu, „Komm, alter Freund, jetzt müssen wir wohl kämpfen!“

Weiter geht’s im 26. Kapitel.


24. Warum Eingang nicht gleich Eingang ist

Nox und Rex. Kapitel 24. Mit guten Guppys in der Nase ab in die Unterwasserstadt.Der Wasserfall stürzt mit unglaublich lautem Tosen in die Tiefe. Rex zählt begeistert die Regenbögen, die durch das Spritzwasser entstehen.

„Komm schon, lass uns den Eingang suchen“, ruft Nox ihm zu und stapft entschlossen los. Nach kurzer Suche entdecken sie eine in den Fels gehauene Treppe, die zu einer Röhre führt, die genau im Wasserfall zu verlaufen scheint.

„Verdammter Mondmist“, murmelt Nox und ist schon ganz grün im Gesicht.
Rex hüpft begeistert herum und kläfft fröhlich. Er freut sich schon auf das Rutschen.

Nox stopft sich zwei gute Guppys in die Nase. Rex schnüffelt misstrauisch an den Fischen und legt sich probeweise einen auf die Zunge. Er verzieht angewidert das Gesicht und steckt die Fische ganz vorsichtig in seine empfindliche Nase. „´TSCHIIIIIII“, niest er laut und nochmal „´TSCHIIIIII“. Zum Glück haben die guten Guppys sich schon festgesetzt.

„Können wir jetzt?“, fragt Nox ungeduldig. Er will es endlich hinter sich bringen. Rex flitzt los und springt mit einem Satz in die Röhre. Weg ist er. Nox setzt sich vorsichtig an den Röhrenabgrund, schließt die Augen und lässt den Rand los. Ab geht es in rasendem Tempo durch die Röhre. Von wegen bremsender Auftrieb. Gar nichts bremst Nox‘ Fall, der senkrecht in die Tiefe führt.

„Aaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh“, schreit Nox und dann macht es laut PLATSCH, als er in eiskaltes Wasser eintaucht. Spuckend und hustend rudert Nox mit Armen und Beinen und versucht sich auf dem Grund des Sees zu orientieren. Das Wasser schmeckt seltsamerweise salzig, wie im Meer.

Rex tippt ihm auf die Schulter und zeigt nach vorn. Dort liegt die Unterwasserstadt in ihrer ganzen Pracht vor ihnen.
Inzwischen hat Nox sich an die neue Umgebung gewöhnt. Die guten Guppys sorgen dafür, dass er wie ein Fisch unter Wasser atmen kann.

Sie schwimmen die paar Meter bis zum Stadttor. Dort steht ein Wächter. Er ist damit beschäftigt, mit seinem Dreizack einen kleinen Fischschwarm zu verscheuchen, der ihn umkreist.
„Warum habt ihr denn nicht den Aufzug benutzt?“, fragt er sie auf Unterwasser-Intergalaktisch, „Die alte Eingangsröhre ist doch gar nicht mehr in Betrieb“.

Nox nimmt sich vor ein ernstes Wort mit dem Computer zu sprechen, wenn sie wieder an Bord des Milans sind.
Zum Wächter sagt er nur: „Mein Freund hier steht auf Wasserrutschen“.
Dann schwimmen sie weiter in die Stadt hinein.

Weiter geht’s im 25. Kapitel.


23. Auf zur Unterwasserstadt

Nox und Rex. Kapitel 23. Rex findet noch einige gute Guppys für die Reise in die Unterwasserstadt.Mit einem grimmigen Blick auf die guten Guppys gibt Nox das Signal zum Abflug. Besonders angenehm ist es nicht, die zappelnden schleimigen Fischchen in der Nase zu haben.
„Auf geht’s zur Unterwasserstadt!“, ruft er entschlossen.

Rex setzt sich ans Steuer und startet den Milan. Der hebt langsam ab und schießt dann los Richtung Gebirge. Zwei Minuten später sind sie auch schon da.

Da sie den Milan im Gebirge nicht landen können, lassen sie sich von ihm auf einem Hochplateau absetzen. Der Wasserfall, den der Computer als möglichen Eingang berechnet hat, ist gleich in der Nähe. Der Computer wird den Milan dann unten im Tal landen.

„Halte dich bereit. Ich sage dir dann noch Bescheid, wann und wo du uns abholen sollst“, teilt Nox dem Computer mit.
„Das heißt BITTE“, sagt der Computer pikiert.
Nox seufzt und prüft noch schnell seine Multipod, eine Art Armbanduhr-Computer, über den er mit dem Bord-Computer verbunden ist.
„Los geht’s, alter Freund“, sagt er zu Rex und ist schon am Ausgang. Der Milan schwebt ungefähr zwei Meter über dem Boden.

Nox öffnet die Tür, hält sich mit den Händen fest und rutscht langsam über die Schwelle. Als er ausgestreckt am Milan hängt, lässt er los und kugelt gleich darauf über den Boden.
Neben ihm kommt Rex sicher auf zwei Beinen auf. Er ist einfach rausgesprungen.

Nox klopft sich die Erde von den neuen Klamotten.
„Dann mal auf zum Wasserfall“, sagt er munter zu Rex, „Diesmal holen wir uns den Schurken!

Weiter geht’s im 24. Kapitel.


22. Warum Rex selber putzen muss

Rex sieht Moppi stirnrunzelnd an und deutet auf die Essensreste, die überall herumliegen. Moppi ist aber immer noch beleidigt und macht sich schnell auf den Weg zurück in seine Luke. Aber damit hat Rex gerechnet und versperrt ihm mit einem Satz den Weg. Moppi ist aber auch nicht dumm und kneift ihn kräftig in den Zeh. Rex jault auf und hebt den Fuß. Moppi flitzt schnell hinter seine Luke.

Nox kichert ein bisschen und wirft Rex einen Lappen zu. „Selber schuld, alter Freund. Entschuldige dich bei Moppi oder putze selbst.“

Rex knurrt, schnappt sich den Lappen und macht sich selbst ans Werk. Als er an Moppis Luke vorbeikommt, knurrt er so furchterregend laut, dass selbst Nox zusammenzuckt.
Kapitel 22, Nox und Rex. Rex ist sauer auf Moppi.

Nox seufzt. Das kann ja heiter werden, wenn alle beleidigt sind vom Bordcomputer über den Putzroboter bis hin zu Rex… „Ist der unappetitliche Kerl endlich weg?“, schaltet sich der Bordcomputer wieder ein. „Das ist kein Umgang für dich, mein Junge!“
„Ist ja gut.“, antwortet Nox, „Verrate uns lieber, wie wir in die Unterwasserstadt reinkommen“.
„Ich habe keine Informationen dafür parat. Es hat etwas mit den Wasserfällen zu tun. Ich muss einen universellen Abgleich machen. Das dauert ein Minütchen, mein Junge. Hast du denn schon etwas gegessen?“
„Ja, doch. Kümmere dich jetzt bitte um den Eingang zur Unterwasserstadt!“, sagt Nox genervt und schnappt sich ein Comic. Er will ein bisschen schmökern, während der Computer arbeitet.

Der Computer meldet sich aber schon nach einer Minute wieder zu Wort: „Ich habe da etwas gefunden, das könnte euch helfen.“
„Schieß los!“, sagt Nox und ist ganz Ohr.
Auch Rex lässt den Lappen fallen und kommt zum Computer.
„Einer der Wasserfälle könnte eine eingebaute Röhre haben, in der man bequem in die Unterwasserstadt rutschen kann.“
„Bequem?“, fragt Nox zweifelnd, „Die Wasserfälle sind gut 1000 Meter hoch“.
„Es gibt da so ein System mit warmer Luft, die in der Röhre aufsteigt und den Fall bremst. Sodass man eben bequem in die Unterwasserstadt gleitet“, erläutert der Computer.
„Und wie kommen wir in der Unterwasserstadt zurecht? Wir haben ja keine Kiemen.“
„Da nehmt ihr euch ein paar von den guten Guppys mit. Die steckt ihr euch in die Nasenlöcher. Dann fühlt ihr euch so wohl wie die Fische im Wasser.“

„Haben wir gute Guppys?“, fragt Nox in Richtung Rex, da mischt sich schon wieder der Computer ein: „Laut letzter Inventur müsste noch ein Schwarm vorrätig sein, mein Junge“.
Rex kuckt schon die Schränke durch und findet tatsächlich noch ein Reiseaquarium mit guten Guppys.

Weiter geht’s im 23. Kapitel.


21. Warum Wakame trotz Eierkuchen die Unterwasserstadt nicht mehr betritt

Im Milan schnappt Nox sich gleich eine Schüssel und einen Schneebesen und fängt an den Teig für die Eierkuchen zusammenzurühren.
Wakame hat es sich schon im Milan gemütlich gemacht und sich sogar mit Moppi angefreundet. Seltsamerweise findet Moppi nichts Ungewöhnliches an Wakame, zumindest will er ihn nicht entsorgen.
Nach kurzer Zeit kommen die ersten Eierkuchen auf den Tisch. Wakame stopft sich die erste Ladung in den Mund und fängt gleichzeitig an von der Unterwasserstadt zu erzählen. Leider versteht man wegen der ganzen Kau- und Schmatzgeräuschenur die Hälfte…

„Die Waffafelle finner eifige Weg rein“, sagt er gerade.
„Die Wasserfälle sind der einzige Weg rein in die Unterwasserstadt?“, hakt Nox nach.
Wakame nickt: „Fagiffdoff“.
Nox seufzt und kuckt zu Rex. Der befragt den Computer. Der Computer ist aber so entsetzt über Wakames Essmanieren, dass er gar nichts mehr sagen will und das Hör- und Sprachmodul abschaltet. Zum Glück gibt es noch eine Tastatur. Leider sind die Informationen über die Unterwasserstadt spärlich. Der See, in dem sie liegt, ist bekannt. Er ist umgeben von hohen Bergen, in denen der Milan nicht landen kann. Die Unterwasserstadt selbst ist Hort unermesslicher Reichtümer und Sammelort der übelsten Schurken diesseits des zentralen schwarzen Lochs. Und dann sind da noch die sieben unglaublich hohen Wasserfälle, von denen drei bergauf fließen.

Rex grinst, deutet auf die Berge und knufft Nox in die Seite. Er weiß, dass Nox nicht so auf Bergsteigen steht. Nox seufzt und verkneift sich den Gedanken an Sardonicus und die Belohnung…
„Hinter Sardonicus seid ihr her?“, sagt Wakame prompt und: „Gibt’s noch mehr Eierkuchen?“

21. Kapitel. Nox und Rex. Wakame futtert Eierkuchen und erzählt von der Unterwasserstadt
Nox geht seufzend zur Pfanne zurück und macht sich wieder an die Arbeit. Rex öffnet sich eine Dose Hundefutter und schnuppert angewidert am Muränengelee, das Wakame großzügig über die Eierkuchen und den Boden verteilt.
Moppi hat sich auch noch nicht blicken lassen. Eigentlich wäre das ja jetzt sein Einsatz.

„Sardonicus, das wird hart. Der hat hier eine Menge Freunde. Aber auch den ein oder anderen Feind“, sagt Wakame und reibt sich zufrieden den Bauch.
„Wir Frumarier gehören eher zu den Feinden, weil er uns die Unterwasserstadt weggenommen hat.“
„Ich gehe nicht mal mehr in die Nähe, tut mir Leid“, fügt er hinzu als Antwort auf Nox Gedanken, ob er sie hinführen könne.
„So, Jungs, danke für das feine Essen. Viel Glück mit Sardonicus und nehmt euch vor den Muränen in Acht.“
Mit einem „Freundliches Wellenkräuseln“ verabschiedet er sich, tätschelt noch kurz den eigens herbeigeeilten Moppi und ist schon zur Tür hinaus.

Weiter geht’s im 22. Kapitel.


20. Warum auf Frutti die Mare Eier nicht gleich Eier sind

Wakame führt sie an der Küste entlang. Diesmal geht es in die andere Richtung. „Keine Ahnung, warum Krakstadt seinen Laden da hingebaut hat und nicht in der kleinen Stadt. Außer Krakstadt gibt es aber nicht viele Möglichkeiten einzukaufen auf Frutti die Mare“, erklärt Wakame als Antwort auf Nox und Rex unausgesprochene Fragen.

Die beiden sehen sich immer wieder misstrauisch um. „Keine Angst“, brummt Wakame, „um diese Uhrzeit sind keine Kukas unterwegs.“
Während Nox sich noch fragt, ob er es praktisch oder doof finden soll, dass Wakame Gedanken „hören“ kann, sehen sie schon einen riesigen mit Muscheln bewachsenen Felsen. Er ragt direkt an der Küste aus dem Meer heraus. „Krakstadt“, sagt Wakame stolz.

Der Laden scheint in den Felsen hineingebaut zu sein. Wakame führt sie zum Eingang. Ein Geflecht aus Gängen und Höhlen erwartet sie. Überall wuseln Frumarier und Wesen von allen möglichen Welten herum. Die Höhlen quellen über vor Waren: Kleidung, Schmuck, Essen, Werkzeug und Waffen türmen sich. Es scheint nichts zu geben, was man nicht kaufen kann.

„Kein Wunder“, denkt Nox, „schließlich verhökern die Raumpiraten hier ihr Diebesgut“.
Wakame nickt grinsend. Die Frumarier leben gut vom Handel mit den Piratenwaren. Sogar ein Fluffyball-Spiel gibt es. Rex kuckt sehnsüchtig in die Richtung. Aber seine rosa Flecken beginnen gerade zu verblassen. Besser nicht…

Nox und Rex suchen sich neue Hosen, T-Shirts und in Nox‘ Fall auch neue Schuhe aus. Rex trägt so etwas nicht. Nox ertappt sich bei dem Gedanken, dass Bordcomputer-Mutter jetzt wohl zufrieden mit ihnen ist. Ein Verkäufer sieht ihn überrascht an.
„Ach nichts“, sagt Nox ein wenig verlegen und bezahlt die neuen Klamotten, die sie gleich angezogen lassen.
20. Kapitel. Nox und Rex bezahlen die neuen Klamotten
Das Bündel mit den zerfledderten Klamotten gibt er dem Verkäufer zum Wegwerfen. „Wo gibt es denn jetzt Eier und Mehl?“
Wakame führt sie eine andere Höhle, die voller Lebensmittel ist. Alles, was man sich nur wünschen und vorstellen kann und ein paar Dinge, die die beiden auch eher nicht essen würden.

„Iiihhhh, Nacktschneckenschleim-Fonds“, ekelt sich Nox und stellt das Glas schnell zurück ins Regal. „Haben Sie Milch?“, fragt er den frumarischen Verkäufer, der ihn gerade mit einem fröhlichen „Freundliches Wellenkräuseln“ begrüßt hat. „Von Seekühen, Seeottern, Seegurken oder Serpentinen?“, fragt der Verkäufer ihn. „Serpentinen?“, wiederholt Nox verwirrt. „Nein, von Erdkühen, bitte.“

„Erdkühe….“, grübelt der Verkäufer, „Da hast du Glück. Haben wir letzte Woche eine Lieferung ´reinbekommen. Dort hinten!“, sagt er und führt Nox zu dem Regal. Nox nimmt ein paar Tüten und gibt sie Rex.

„So, jetzt brauchen wir noch Eier“, sagt Nox.
Der Verkäufer lächelt und fragt: „Vom Stör, vom Rochen, vom Krokodil oder Reihereier?“. „Hühnereier, nach Möglichkeit“, antwortet Nox. „Müssten wir auch irgendwo haben“, meint der Verkäufer und springt los. Drei Sekunden später hält er ihm einen Karton mit zehn prächtigen Hühnereiern unter die Nase. „Prima, jetzt noch Mehl, Öl und Sternenstaub, bitte“, sagt Nox, „Mehl aus Getreide, Pflanzenöl und… normalen Sternenstaub eben“.

Zum Glück gibt es auf Frutti di Mare wirklich alles, so dass sie nach kurzer Zeit die Zutaten für Eierkuchen zusammen haben. Sie kaufen auch noch weiteren Proviant ein, Hundefutter für Rex und noch ein paar Comics für Nox. Dazu pechschwarzes Muränengelee. Das hatte sich Wakame für die Eierkuchen gewünscht. Nox und Rex bleiben lieber bei Apfelmus und Ahornsirup.
Der Verkäufer schenkt ihnen noch ein Fläschchen mit einer fluoreszierenden Flüssigkeit. “Geschenk des Hauses“, sagt er leise und zwinkert Nox verschwörerisch zu.
Schwer bepackt gehen die drei zum Milan zurück.

Weiter geht’s im 21. Kapitel.


19. Warum man auf Frutti di Mare nicht mal heimlich denken kann

Moppi schießt schon zum dritten Mal aus seiner Luke und versucht Nox die Hosen vom Leib zu knabbern. „Bei nächster Gelegenheit müssen neue Klamotten her“, knurrt Nox, während er versucht Moppi abzuwehren.
Rex winselt zustimmend, auch er ist genervt von Moppis Angriffen.

„Die Unterwasserstadt ist ein ganzes Stück entfernt. Es lohnt sich wohl mit dem Milan dorthin zu fliegen“, meint Nox nachdenklich.
Sie liegt angeblich in einem großen und sehr tiefen See, der von sieben Wasserfällen gespeist wird. Es sind die sieben höchsten Wasserfälle dieser Galaxie, laut Computer. Interessanterweise fließen nur vier in den See und drei aus ihm heraus, den Berg hoch.
„So etwas habe ich noch nie gesehen“, murmelt Nox und zeigt Rex das Computerbild.

Plötzlich klopft es.
Rex knurrt drohend, ist mit einem Satz an der Tür und reißt sie auf. Vor ihm steht ein Frumarier, ein Ureinwohner von Frutti di Mare. Er ist schon etwas älter und deshalb von Kopf bis Fuß mit Muscheln und Tang bewachsen. Kleine Meerestiere krabbeln auf ihm herum.
„Freumisches Wennengreuen“, sagt er mit vollen Backen kauend.
Nox und Rex. 19. Kapitel. Frumariere Wakame steht vor der Tür

Rex sieht ihn verdutzt an. Nox kommt herbei und schüttelt dem Frumarier die Hand. Er sieht harmlos aus.
„Sei gegrüßt“, heißt er ihn willkommen und fragt: „Was hast du gesagt?“

So, und weil ihr schon so toll lesen könnt, gibt es ab jetzt immer montags die Wochenration Nox und Rex 🙂

Der Frumariere schluckt ein paar Mal, räuspert sich und sagt dann, diesmal verständlich: „Freundliches Wellenkräuseln“.
Das ist die übliche, höfliche Begrüßung auf Frutti di Mare. Zumindest bei den Ureinwohnern. Piraten sind ja nicht immer so höflich.
„Man nennt mich Wakame“, fügt er hinzu.

„Wir sind Nox und Rex“, sagt Nox.
„Weiß ich, weiß ich“, winkt Wakame ab.
„Aha. Was führt dich zu uns?“, fragt Nox etwas erstaunt.
„Habt ihr mir die Käsebrote hingelegt? Leckeres Zeug. Gibt’s davon noch mehr?“, fragt der Frumarier und sieht sich neugierig um.

„Leider nicht. Das war der ganze Rest“, antwortet Nox. „Ein bisschen Hundefutter hätten wir noch.“
Rex fletscht die Zähne und sieht Nox entsetzt an. Aber der Frumarier winkt ab: „Käsebrote will ich oder so etwas ähnliches.“

„Du hast ja schon eine ganze Menge bekommen. Wir würden gern die Klamotten behalten, bis wir andere kaufen können“, sagt Nox und lächelt den Frumarier gewinnend an. Schließlich ist er für Friede, Freude und Eierkuchen zuständig im Universum.
„Eierkuchen? Gute Idee“, sagt der Frumarier zu Nox großer Überraschung.

„Habe ich das laut gesagt?“, wundert sich Nox und sieht Rex verwirrt an. Der hat aber komplett den Faden verloren.
Wakame haut Nox freundschaftlich auf die Schulter, dass das Wasser spritzt und erklärt: „Wir Frumarier können Gedanken hören.“

Dann wendet er sich Rex zu: „Vergiss es. Harmlose Frumarier zu verknoten widerspricht eurem Auftrag!“
Rex winselt enttäuscht.
„Wann gibt es jetzt die Eierkuchen?“, fragt Wakame und sieht Nox hungrig an.

„Unglaublich, was der Kerl…“, denkt Nox und bremst sich gleich wieder. „Dafür brauchen wir Mehl, Eier, Milch, Öl und Sternenstaub“, sagt er, „Haben wir alles nicht da.
Wenn du aber einen Laden kennst, in dem wir das alles und am besten noch neue Klamotten kaufen können?“

„Kein Problem, folgt mir!“, ruft Wakame und ist schon halb zur Tür hinaus.
„Zotti, bleib ganz ruhig. Es ist nicht weit und komplett ungefährlich. Und danach verrate ich euch auch das ein oder andere über die Unterwasserstadt“.
Rex schüttelt unwillig den Kopf. Er kann Spitznamen wie „Zotti“ nicht leiden.

„Komm schon, Rex!“ ruft Nox und flitzt hinterher, „Mach dich locker. Wir brauchen ohnehin noch Proviant.“
In dem Moment schießt Moppi schon wieder mit Blaulicht aus seiner Luke. Wütend, wie er ist, brüllt Rex ihn derart an, dass Moppi sofort wieder kehrt macht.

Wo Wakame gestanden hat, ist jetzt eine Pfütze. Rex runzelt die Stirn und ruft nach Moppi, aber der weigert sich herauszukommen. Auch Putzroboter haben Gefühle. Kopfschüttelnd verlässt Rex das Raumschiff und folgt Nox und Wakame, die schon vorausgegangen sind.

Weiter geht’s im 20. Kapitel.


18. Warum die Unterwasserstadt warten muss

Nox und Rex verständigen sich mit einem kurzen Blick. Mit einem „Tschüssikowski“ in die Runde verlassen Sie die Spelunke und machen sich auf den Weg zum Milan. Diesmal nehmen sie gleich den Weg an der Küste entlang. Die Kukas sind noch zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um ihnen aufzulauern.

Der Milan steht noch unversehrt dort, wo sie ihn zurückgelassen haben. Die Wäscheleine mit den restlichen Piratenklamotten ist aber weg und auch die Käsebrote fehlen. Rex knurrt kurz auf und hält misstrauisch schnuppernd die Nase in die Luft. Er zuckt mit den Schultern, niemand da. Nox steht schon am Computer.
„Mein Junge, wo warst du so lange und wie siehst du überhaupt aus?“, fragt ihn der Computer.
„Das ist nur Tarnung, alles in Ordnung“, antwortet Nox und verdreht genervt die Augen. Rex kichert.
„Sag uns, wo die Unterwasserstadt auf Frutti di Mare ist“, befiehlt Nox.
„Das heißt „bitte“! Habe ich dir denn gar nichts beigebracht?“, antwortet der Computer empört.
Rex lacht laut. Auf einmal verstummt er und blickt mit offenem Maul aus dem Fenster.
„Was ist los, Rex, alter Freund?“, fragt Nox und springt an seine Seite.
„Weihnachten ist los“, klärt der Computer sie mit feierlicher Stimme auf.
Nox und Rex. Kapitel 18. Weihnachten

Weiter geht’s im 19. Kapitel.


17. Wie Nox und Rex etwas völlig Neues über Fische lernen

Vor der Kneipe sitzen ein paar Gestalten herum. Der eine ist ein Furror. Die anderen sehen aus wie Kristallos oder Kryptonauten. Als Nox und Rex vorbeigehen, stoßen sie sich gegenseitig an, deuten auf Rex rosa Schnauze und lachen. Nox legt Rex beruhigend den Arm auf die Schulter. Der knurrt die Typen drohend an.

Die beiden betreten die Spelunke und gehen direkt zum Tresen. Nach den Erlebnissen im Gefängnis haben sie jetzt ordentlich Durst.

Der Barkeeper hinter dem Tresen ist vom Planeten Krick. Die Bewohner ähneln Kraken und haben lange Tentakel. Barkeeper scheint ein typischer Beruf für sie zu sei. Der Barkeeper im Dreckigen Löffel war auch von Krick.

Bevor sie bestellen können, haut der Barkeeper eine seiner Tentakeln auf den Tresen und sagt zu Rex: „Na Fluffy, für dich bestimmt ´ne Milch!“
Das reicht!
Rex flippt aus und greift sich den Barkeeper mit einem lauten Grollen.
Nox hält sich die Augen zu.

KRRRRAACH, PUFFFF, ZUFFFF macht es. Der Barkeeper schreit auf, Rex knurrt wild ….
Und plötzlich ist es wieder still. Nox öffnet vorsichtig die Augen.
Rex sitzt zufrieden am Tresen und hat sich schon etwas zu trinken eingeschenkt.

Nox und Rex. Kapitel 17. Rex verliert die Nerven und verknotet den Barkeeper

Der Barkeeper liegt hinter dem Tresen und kuckt sauer. Seine 8 Tentakel sind zu einer hübschen Schleife verknotet. Die anderen Gäste starren Rex voller Respekt an. Wenigstens lästert jetzt keiner mehr über Rex‘ rosa Schnauze. Rex brummt zufrieden und nimmt einen großen Schluck. Nox schüttelt den Kopf und zapft sich auch ein Getränk.

Dann hat Nox plötzlich eine Idee. „Freie Getränke für alle!“, ruft er laut.
Das lassen sich die Gestalten in der Spelunke nicht zweimal sagen. Von allen Seiten drängen sie herbei und lassen sich von Nox und Rex etwas zu trinken einschenken. Auch der Furror und seine Kumpane kommen von draußen herein.

Sie werfen erst einen erstaunten Blick auf den Barkeeper und dann einen ehrfürchtigen auf Rex. Weitere Kommentare sparen sie sich aber lieber.
Inzwischen kommen Nox und Rex mit den anderen Gästen ins Gespräch. Die meisten sind wegen der Freigetränke in Plauderstimmung.

Nox entdeckt sogar einen alten Bekannten. Er hat mit ihm zusammen die Ausbildung für das Amt für Friede, Freude und Eierkuchen begonnen. Big Ben wird er genannt und ist ein Kronograf vom Planeten Ur. Big Ben hat die Ausbildung aber nicht beendet. Ihm brannten immer die Eierkuchen an.

„Was bringt dich hierher, Big Ben, alter Freund?“, fragt Nox ihn.
„16 Uhr 43“, sagt Big Ben und „Nox, mein Freund, wie schön dich zu sehen! Ich handle mit Gold. Da ist Frutti die Mare immer eine gute Adresse, um neue Ware einzukaufen“.

Nox runzelt die Stirn, weil das meiste Gold auf Frutti di Mare garantiert gestohlen sein dürfte. Er sagt aber nichts. Sie sind ja nicht wegen des Diebesguts hier.
Vielmehr erzählt er ihm von den beiden Begegnungen mit Sardonicus.

Den grünen Stein erwähnt er lieber nicht. Dafür erzählt er ausführlich wie die diebische Schlingpflanze von Rabenach Sardonicus die Ringe gestohlen und sie befreit hat.
„16 Uhr 47“, sagt Big Ben, „Da hast du ja ganz schön was erlebt!“
„Ja, und jetzt sind wir auf der Suche nach Sardonicus. Wir wollen ihn einbuchten. Er wird von Unipol gesucht“, antwortet Nox.

„16 Uhr 48“, sagt Big Ben und fragt: „Da gibt es doch bestimmt auch eine schöne Belohnung?“
„Richtig. 5.000 Galax sind auf ihn ausgesetzt“, bestätigt Nox.
Big Ben nimmt einen tiefen Schluck aus seinem Glas und sagt geheimnisvoll: „16 Uhr 50. Ich glaube, ich habe eine Idee!“

Nox ist gespannt, auch wenn das ständige Ansagen der Uhrzeit etwas aufhält. Aber so sind sie halt die Kronografen.
Big Ben nimmt noch einen Schluck. „16 Uhr 52. Soweit ich mich erinnere, ist Sardonicus so ein Typ mit einem Aquarium auf dem Kopf“, fragt er.
Nox nickt ungeduldig.

„16 Uhr 53. Habe ihn mal hier getroffen, da hat er mit all seinen tollen Fähigkeiten angegeben.“
„Und?“, fragt Nox leicht genervt.
„16 Uhr 54. Nun ja, er hat da dieses Magnetfeld“, erzählt Big Ben.
„Das kennen wir“, sagt Nox und erinnert sich daran, wie er durch den Milan geschleudert wurde.

„16 Uhr 55. Er hat da auch noch einen Trick drauf mit seinem Aquarium.“
„Jaaa?“, fragt Nox.
„16 Uhr 56. Plötzlich ist er weg und es steht nur noch ein Aquarium mit ein paar Fischen herum. Wenn man genau hinsieht, dann merkt man, dass einer der Fische Sardonicus verdammt ähnlich sieht“, erklärt Big Ben lächelnd.

Nox haut auf den Tisch: „Verdammter Mondmist, das Aquarium im Gefängnis!“ Rex fletscht die Zähne und knurrt.
„Komm, wir müssen sofort zurück, vielleicht ist Sardonicus noch da“, ruft Nox Rex zu und will aufspringen.

„16 Uhr 58. Das glaubst du doch selbst nicht, dass Sardonicus in aller Ruhe abwartet, bis ihr auf seinen Trick kommt. Der ist schon über alle Berge“, sagt Big Ben gelassen und hält Rex sein Glas hin, damit der ihm nachschenken kann.
„Wahrscheinlich hast du Recht. Aber wo finden wir den Kerl dann?“, fragt Nox Big Ben ratlos.
„Moment, 17 Uhr!“, antwortet der und fängt an eine hübsche Melodie zu singen. Sie klingt wie ein Glockenspiel.

Rex knurrt laut und stellt sich vor, wie er auch Big Ben verknotet. Damit der endlich anfängt zu reden und aufhört zu singen. Nox ahnt, was in Rex vorgeht und legt ihm beruhigend die Hand auf den Arm. Dabei ist er selbst am Ende seiner Geduld. Aber Kronografen kann man nicht drängen, sie haben ihren eigenen Rhythmus.

Die beiden reißen sich also zusammen und warten brav das Ende des Glockenspiels ab.
Endlich ist Big Ben fertig. Er sieht sich zufrieden um. „Oh schon 17:03 Uhr!“, sagt er, „Zeit für mich zu gehen. Ich habe noch einen Termin.“

„Hast du noch einen Tipp, wo wir Sardonicus finden könnten?“, fragt Nox und sieht Big Ben tief in die Augen.
„17:04 Uhr. Ich habe mal gehört, dass er in der Unterwasser-Stadt hier auf Frutti die Mare wohnt“, antwortet der. „Tschüss, Freunde und passt auf das Labyrinth auf!“, ruft er ihnen noch zu und ist schon zur Tür hinaus.

Weiter geht’s im 18. Kapitel.


16. Warum die Suche nach Sardonicus noch nicht beendet ist

„So, Rex“, sagt Nox, „und jetzt verhaften wir Sardonicus!“
Rex und Nox schreiten entschlossen zu dem Haufen aus grünen Biestern, Kukas und wahrscheinlich irgendwo darunter Sardonicus.
Sie sortieren die Leiber auseinander. Kein Sardonicus.

„Verdammter Mondmist, das gibt es doch nicht! Wo steckt der Kerl schon wieder?“, ruft Nox wütend.
Rex knurrt und packt die grünen Biester. Die erwachen langsam wieder zu neuem Leben und fangen an nach Rex zu schnappen. Der schüttelt die Biester wütend, fletscht die Zähne und knurrt noch lauter.
„Komm, Rex, das hat doch keinen Zweck“, sagt Nox und winkt Rex mit ihm zu kommen.
„Der Kerl hat anscheinend auch ohne seine Ringe und unseren Stein noch ein paar Tricks auf Lager“, murmelt er vor sich hin.
Nox und Rex kucken sich an. Rex bellt laut auf und fletscht die Zähne.
„Der entkommt uns nicht!“, verspricht Nox entschlossen.

Beim Verlassen des Gefängnisses fällt Nox Blick auf ein Aquarium, das einsam in der Ecke steht. „Das ist mir vorhin gar nicht aufgefallen“, denkt er noch. Dann verlassen sie das Gefängnis und gehen die einzige Straße entlang.
Einer der Fische im Aquarium sieht ihnen böse hinterher.Nox und Rex. Kapitel 16. Wo kommt das Aquarium her?
Am anderen Ende der Straße soll es eine Spelunke geben. Spelunken sind üble Kneipen für Raumpiraten und anderes Gesindel. Vielleicht erfahren sie dort etwas über Sardonicus.

Weiter geht’s im 17. Kapitel.


15. Wie Nox und Rex wieder zu Geld und Stein kommen

Wenig später bekommen sie Besuch. Sardonicus segelt überlegen lächelnd in das Gefängnis. Wie immer in Begleitung seiner grünen Beißkugeln.
Nox und Rex springen auf. Sardonicus winkt ihnen fröhlich zu. „Herzlich willkommen auf Frutti di Mare“, sagt er huldvoll. „Auch du, mein rosa Freund“, fügt er grinsend hinzu.

Dann dreht er sich zum Anführer der Kukas um und lässt einen Sack in dessen Hände fallen. Die Kukas rennen aus allen Ecken herbei und drängen sich um ihren Anführer. Der öffnet den Sack und lässt die Goldstücke darin blinken.

Während die Kukas noch vom Gold geblendet sind, wendet sich Sardonicus wieder Nox und Rex zu.
„Na, ihr haltet euch wohl für besonders schlau mit eurer Piratentarnung“, sagt er herablassend.
„Aber ich wusste natürlich, dass ihr kommt“, fügt er hinzu und tätschelt seine Tasche, in der sich wahrscheinlich der grüne Stein befindet.
Rex knurrt wütend.
„Dich kriegen wir schon noch, Sardonicus“, antwortet Nox kühl.
Sardonicus lacht nur abfällig. Er pfeift seine grünen Beißkugeln herbei und will gerade gehen.

Nox und Rex. Kapitel 15. Sardonicus ruft seine Beißkugeln herbei.

 

 

 

 

 

Doch plötzlich verändert sich sein Gesichtsausdruck.
Er sieht irgendwie erschrocken aus, denkt Nox.

Sardonicus greift wieder an seine Hosentasche und zieht den Stein heraus. Der ist aber nicht grün, sondern rot und heiß.
Sardonicus wirft ihn von einer Hand in die andere. Der Stein ist so heiß, dass er ihn kaum in den Händen halten kann.

„Was hat das zu bedeuten?“, ruft er drohend. Er lässt den glühenden Stein fallen. Der sendet warnende, rote Lichtsignale in alle Richtungen aus.
Und plötzlich rumpelt es unter ihnen.
Alle halten inne. Sogar die Kukas haben aufgehört, ihr Geld zu zählen. Nox und Rex kucken sich stumm an. Die Beißkugeln drängen sich ängstlich um Sardonicus.
Und dann bricht der Boden des Gefängnisses plötzlich auf.

Aus ihm heraus schießt eine Pflanze, die schnell wächst und mit ihren grünen Blättern und Zweigen den ganzen Raum einnimmt. Sie ist dreimal so groß wie Rex. Alle starren sie stumm vor Schreck an.

Nox zischt: „Die diebische Schlingpflanze von Rabenach!“
Die hat das gehört und wendet sich kurz Nox zu. Dann dreht sie sich aber sofort wieder um und greift mit ihren Ästen nach Sardonicus.
Der versucht sich hinter seinen Beißkugeln zu verstecken, aber die bringen sich lieber selbst hinter den Kukas in Sicherheit.

Die Schlingpflanze greift sich den heftig zappelnden Sardonicus, umschlingt ihn mit ihren Ästen und hebt ihn kopfüber hoch. Sardonicus schreit und kreischt abwechselnd „Mama“ und „Hilfe“. Aber niemand hilft ihm jetzt. Nur der Stein pulsiert weiter rot und warnend.

Nox und Rex. Die diebische Schlingpflanze von Rabenach greift sich Sardonicus.

 

 

 

 

 

Die Schlingpflanze stopft ihm ein paar Blätter in den Mund, damit endlich Ruhe ist. Dann zieht sie ihm in aller Ruhe die vielen goldenen Ringe von den Fingern und fädelt sie auf einen ihrer Äste. Als sie alle Ringe hat, schüttelt sie Sardonicus noch kräftig. Der gibt ein gedämpftes „Hnnnngggnnnhhhh“ von sich. Aus seiner Tasche fallen ein paar Goldstücke und Galax.

Nox und Rex. Die diebische Schlingpflanze von Rabenach klaut Sardonicus die Ringe.

 

 

 

 

 

Die Kukas erwachen aus ihrer Starre und wollen Gold und Galax aufsammeln. Sofort versperren ihnen aber ein paar kräftige Äste den Weg. Die naseweisesten Kukas werden an den Beinen hochgehoben und durch das Gefängnis geworfen. Das reicht als Warnung für die anderen.

Die Schlingpflanze sammelt gelassen die Goldstücke auf. An den Galax scheint sie kein Interesse zu haben. Dann greift sie sich mit einem Astschwung den Sack mit Gold, den der Anführer der Kukas hinter seinem Rücken versteckt. Dabei fegt sie noch den Rest der Kukas beiseite.

Jetzt sind anscheinend Nox und Rex dran. Zwei Äste nähern sich dem Zellengitter und biegen es auf. Ein Ast winkt ihnen auffordernd zu.
„Sie will wahrscheinlich, dass wir rauskommen und unsere Taschen leeren.“, sagt Nox zu Rex. „Aber sehr gern!“

Die beiden klettern durch die aufgebogenen Gitterstäbe.Draußen stülpen sie ihre Taschen, in denen nichts als Löcher sind, nach außen. Die Schlingpflanze lässt enttäuscht die Blätter hängen.
Dann schleudert sie Sardonicus in die Ecke, wo er unsanft auf seinen Beißkugeln landet. Die fiepen laut auf. Sardonicus bleibt stöhnend liegen.

Die Schlingpflanze wirft noch einen letzten suchenden Blick in den Raum und verschwindet dann wieder durch das Loch im Boden.
Außer leisem Stöhnen und Fiepen ist jetzt nichts mehr zu hören. Der Stein ist wieder grün.
Nox reagiert sofort und greift ihn sich, während Rex die Galax einsammelt. „Konfisziert!“, sagt Nox fröhlich in die versammelte Runde.

Weiter geht’s im 16. Kapitel.


14. Warum Nox und Rex erst auf einen Baum klettern und dann im Gefängnis landen

Nox und Rex machen sich auf den Weg zu dem Städtchen.
„Seid vorsichtig!“, ruft ihnen der Computer hinterher.
Nox seufzt. Rex fletscht die Zähne und grinst.

Sie gehen nicht direkt am Ufer entlang, sondern etwas versteckter durch den Wald, der parallel zum Ufer verläuft. Damit sie Deckung haben.
Rex sieht sich oft um.
„Was ist los?“, fragt Nox ihn.
Rex winselt nur und schüttelt den Kopf. Er fühlt sich irgendwie beobachtet.

Und tatsächlich, plötzlich bebt der Boden unter ihren Füßen. Rex knurrt warnend.
„Keine Ahnung, was das ist. Komm wir klettern auf den Baum!“, ruft Nox.
Das Beben wird stärker und sie hören jetzt auch Getrappel, wie von ganz vielen Füßen im Gleichschritt.

Nox und Rex hoffen, dass die Füße an ihnen vorüberziehen. Aber leider bleiben sie genau unter dem Baum stehen, auf dem die beiden sitzen.

Unten am Baum löst sich ein Wesen von der Rinde, das zuvor wie ein Stück des Baumes aussah. „Perfekte Tarnung. Ein Späher, verdammter Mondmist.“, zischt Nox. „Das sind dann wohl die Kukas.“

Das Stück Rinde sieht jetzt wieder aus wie die anderen 6-beinigen, braunen Kukas und es deutet zu ihnen nach oben. Nox und Rex werden von hunderten von Kuka-Augen beobachtet. Der Anführer tritt zum Stamm und gibt Nox und Rex ein Zeichen. Sie sollen herunterklettern.

Nox und Rex Kapitel 14 Hunderte von Kukas beobachten Nox und Rex auf dem Baum

Rex knurrt. „Komm Rex, da haben wir keine Chance“, sagt Nox und klettert den Baum herunter. Unten angekommen werden die beiden sofort von den Kukas umringt und festgenommen.
Die Kukas stoßen sich gegenseitig an, zeigen immer wieder auf Rex Gesicht und kichern schadenfroh. Der knurrt beleidigt. Er hat immer noch ein rosa Maul.

Mit auf dem Rücken gebundenen Händen werden sie abgeführt. Nox versucht mit dem Anführer zu verhandeln, aber der will nicht mit ihm reden.
Die beiden werden in die Hafenstadt geführt und dort direkt ins Gefängnis gebracht. Keiner spricht mit ihnen. Sie setzen sich auf die Bank und warten.

Weiter geht’s im 15. Kapitel.


13. Wie Nox und Rex zu neuen Klamotten kommen und warum Moppi das ganz anders sieht

„So, Rex, wir brauchen als allererstes andere Klamotten, sonst können wir uns auf Frutti di Mare nicht blicken lassen.“, erklärt Nox. „Irgendwelche Ideen?“ Rex legt seine haarige Stirn in tiefe Denkfalten und tippt auf dem Computer herum.

Nach einer Weile jault er aufgeregt auf und deutet auf den Bildschirm. Der Computer zeigt ein verlassenes Raumschiff in einer abgelegenen Bucht auf Frutti di Mare. Zwischen diesem Raumschiff und einer Palme ist eine Wäscheleine gespannt – und da hängen jede Menge Piratenklamotten.

Nox und Rex,13. Kapitel, Wäscheleine

„Sehr gut!“, sagt Nox und haut Rex begeistert auf die Schulter.

„Ihr werdet doch nicht…?“, fragt der Computer streng.

„Wir müssen immerhin einen gesuchten Verbrecher fassen“, erklärt Nox und verdreht die Augen.

„Dann passt aber auf die Kukas auf!“, warnt der Computer.

„Okay, wer oder was sind Kukas?“, fragt Nox.

„Das ist ein Haufen Schurken, der sich für die Polizei auf Frutti di Mare hält. Raues Völkchen…“, antwortet der Computer und fügt hinzu: „Pass auf dich auf, Kind!“
Nox zuckt zusammen. Er ist es nicht mehr gewöhnt, dauernd bemuttert zu werden.

Rex nimmt Kurs auf die Bucht und behält dabei die Umgebung im Auge. Überraschungen können sie jetzt wirklich nicht brauchen.
Sie landen ungesehen und suchen sich passende Klamotten von der Wäscheleine. Ganz schön alt und löchrig sind die schon. Die Besitzer scheinen nicht gerade reich zu sein.
Als Gegenleistung hinterlassen sie die restlichen Käsebrote, die ihnen die nette Käseiglerin mitgegeben hat. Käse haben sie die letzte Zeit wirklich genug gegessen.

Dankbar ziehen sie ihre Uniformen aus, räumen sie in den Schrank und schlüpfen in die neuen Klamotten. Sofort düst Moppi mit Alarm aus seiner Luke heraus. Er hält die Klamotten für Müll. Rex kann gerade noch zur Seite hüpfen, bevor Moppi ihn erwischt.

Nox springt schnell hinter Moppi und drückt den Aus-Knopf.
Moppi ist enttäuscht und lässt die Fühler hängen. „Ab in deine Luke, Moppi“, sagt Nox streng, „das ist doch unsere Verkleidung!“

Rex schüttelt den Kopf und wendet sich wieder dem Computer zu. Wo finden sie jetzt bloß Sardonicus?
Der Computer zeigt ihnen ein nahegelegenes Hafenstädtchen, das wohl als Treffpunkt für die versammelten Schurken dient.

Weiter geht’s im 14. Kapitel.


12. Warum Nox nicht mehr so gern mit dem Bordcomputer spricht

Nox und Rex gehen an Bord und inspizieren die Reparaturen. Der Käseigler erklärt ihnen, dass er dem Bordcomputer ein neues Sprachmodul eingebaut hat. Er hatte zufällig noch eines unter seinen Ersatzteilen gefunden. „Mit einer sympathischen Frauenstimme“, sagt er stolz.

Nox und Rex,12. Kapitel, Der Bordcomputer

Rex interessiert sich mehr für den Schaden am Antrieb. Doch auch den hat der Käseigler repariert. Der Milan schlingert jetzt nicht mehr und hat noch eine zusätzliche Geschwindigkeitsstufe bekommen: Superduperwarp. Dabei schlägt der Milan einen Salto und katapultiert sich dann schneller als alle anderen Schiffe im Universum davon.

Man sollte Superduperwarp allerdings nur im Notfall einsetzen. Die Inneneinrichtung hält der Geschwindigkeit nicht stand. Sämtliche Schränke würden sich öffnen und alles würde herausfallen und herumfliegen. Nox schluckt und fragt sich, ob das mit dem neuen Antrieb so eine gute Idee ist.

Mutter Käseigler hat den beiden noch einen Haufen Käsebrote geschmiert für die Reise. Die beiden bedanken sich bei den Käseiglern und verabschieden sich.

Die Kinder weinen ein bisschen. Sie hatten so viel Spaß mit Nox und Rex. Immerhin bleibt ihnen das grüne Biest. Das nagt gerade genüsslich am Fluffy und verfärbt sich rosa. Die Kinder stürzen auf das Biest zu und können den Fluffy gerade noch retten.

Nox und Rex steigen in den Milan, schmeißen den Motor an und winken noch ein letztes Mal. Der Milan hebt elegant ab. „Wohin jetzt?“, fragt Nox. Rex geht zum Computer und ruft nochmal den Unipol-Bericht über Sardonicus auf. Er tippt auf eine Stelle und der Computer sagt: „Sardonicus, oft gesichtet auf Frutti di Mare, bewaffnet mit grünen Beißkugeln“.

Nox schüttelt den Kopf und starrt erst Rex und dann den Bordcomputer an: „Verdammter Mondmist, das klingt ja wie meine Mutter!“
„Du sollst nicht fluchen, Nox!“, sagt der Computer.
„Das ist das neue Sprachmodul. Der Käseigler hat dem Computer die Stimme meiner Mutter eingebaut!“, sagt Nox entsetzt.

Rex hat schon den neuen Kurs programmiert. Er fletscht die Zähne und grinst. „Rex, du musst dir sofort die Zähne putzen. Sie sind rosa!“, sagt der Computer.

Rex lässt Ohren und Schwanz hängen. Nichts gegen Nox Mutter, aber muss sie ihnen jetzt ständig auf die Finger schauen?
„Schick seht ihr aus in euren Uniformen“, tönt es da auch schon wieder aus Richtung Computer, „die solltet ihr immer tragen!“

Nox zerrt unglücklich an seinem steifen Kragen und betrachtet die rosa Flecken auf seiner Uniform: „Rex, bei nächster Gelegenheit beschaffen wir uns neue Klamotten!“
Der Computer gibt ein missbilligendes „Tststs“ von sich und fährt beleidigt herunter.

Sie nähern sich dem Planeten Frutti di Mare. Ein übler Ort. Dort treffen sich alle Diebe und zwielichtigen Gesellen des Universums. Klar, dass Sardonicus auch da ist. Dort kann man Diebesgut kaufen und verkaufen, verbrecherische Pläne schmieden und Kumpane finden, die vor nichts zurückschrecken.

Unipol lässt sich dort so gut wie nie blicken. Sie hätten einfach keine Chance gegen die versammelten Schurken.

Nox und Rex haben es da leichter. Man sieht ihnen nicht an, dass sie für das Amt für Friede, Freude und Eierkuchen arbeiten. Außer sie tragen die offiziellen Uniformen, wie jetzt gerade.

Weiter geht’s im 13. Kapitel.


11. Warum Rex auf einmal eine rosa Schnauze hat

Und während sich Nox und Rex in der Raststätte umsehen (Wo sie ohnehin nichts kaufen können, weil sie kein Geld haben. Aber das macht nichts, die angebotenen Geschenke sind eh nichts für Spun.) holen die Käseigler-Kinder ihr Fluffyball-Spiel heraus.

Fluffyball! Rex ist begeistert. Er liebt dieses Spiel. Es ähnelt Federball, nur dass beliebig viele mitspielen können und der fluffige rosa Ball mit dem Schläger abgewehrt werden muss. Der Fluffy nimmt nämlich von sich aus die Verfolgung aller Spieler auf, die einen Fluffyball-Schläger in der Hand halten. Und wer dann nicht rechtzeitig draufhält oder danebenhaut, wird vom Fluffy getroffen. Der hinterlässt einen rosa Abdruck, der erst am übernächsten Tag verschwindet. Wer also nicht rosa verfärbt durchs Leben laufen möchte, hält den Ball besser von sich fern.

11. Kapitel Nox und Rex: Beim Fluffyball muss man den Fluffy abwehren

Rex rennt aufgeregt schwanzwedelnd mit dem Schläger in der Hand herum und bellt Nox und die Kinder an. Die haben sich inzwischen daran gewöhnt und kichern voller Vorfreude.

Jetzt geht es los. Der kleine Junge wirft den Fluffy in die Luft und haut drauf. Der Ball fliegt zu Nox. Nox schlägt den Ball gekonnt in die Luft. Der Fluffy fliegt zu dem Mädchen. Das Mädchen haut drauf, der Ball fliegt wieder in Richtung Junge.
Der Junge zielt … doch was ist das? Rex hat es nicht mehr ausgehalten, ist losgesprungen und hat den Fluffy mit den Zähnen gefangen.

Schwanzwedelnd präsentiert er Nox den Fluffy. Nox grinst und raunt ihm zu: „Rex, du hast jetzt eine rosa Schnauze!“Rex fängt den Ball mit den Zähnen
Rex ist das egal, er rennt ein paar Schritte weg und wartet, dass Nox den Ball schlägt. Der tut ihm den Gefallen und haut den Ball weit weg. Rex rast hinterher. Doch da ändert der Fluffy die Flugrichtung und fliegt auf Rex zu. Der versucht sich noch wegzuducken, schlägt ein paar Haken, doch der Fluffy trifft ihn am Po.

Rex schnappt grimmig nach dem Ball und läuft zu Nox. Der liegt am Boden und hält sich den Bauch vor Lachen, auch die Kinder kringeln sich und kichern. Sie deuten auf Rex Po, der jetzt ebenfalls rosa leuchtet.

Rex kläfft kurz auf, wirft den Fluffy in die Luft und schlägt ihn senkrecht nach oben. Nox und die Kinder springen auf die Beine.
Der Fluffy kommt wieder herunter geschossen und nimmt Kurs auf den Jungen. Der zielt und schießt ihn weg. Der Fluffy fliegt erst geradeaus, schlägt dann einen Haken und nimmt Kurs auf Rex. Der duckt sich, kläfft, wedelt mit dem Schwanz und… fängt ihn wieder mit den Zähnen.

Rex nimmt den Fluffy mit der Hand aus dem Maul und hechelt.

Die Kinder kichern schon wieder, jetzt leuchtet auch Rex Zunge rosa. Auch Nox kann sich kaum halten. „Alter Freund, du solltest wirklich den Schläger benutzen“, rät er ihm lachend, „Du siehst schon fast aus wie ein Kuscheltier“. Rex knurrt bei dem Gedanken. Kuscheltier?! Nicht mit ihm.

Sie spielen noch bis die drei Sonnen des Raststätten-Planeten nacheinander untergegangen sind. Am Ende hat jeder von ihnen den ein oder anderen rosa Fleck. Aber Rex sieht am lustigsten aus mit seiner rosa Schnauze und seinem rosa Po.

Dann kehren sie zurück zu den Raumschiffen. Der Käseigler wischt sich gerade mit der ölverschmierten Hand durchs Gesicht. „Fertig“, strahlt er „ihr werdet staunen!“

Im 12. Kapitel erfährst du, wie es weitergeht.


10. Wie das grüne Biest ein neues Zuhause und Nox und Rex etwas zu essen bekommen

Nox hat eine Idee. Er holt das kleine, grüne Biest aus der Schublade. Das sieht jetzt eigentlich ganz friedlich und auch etwas traurig aus. Er schüttelt es ein bisschen, bis das Fell wieder schön aufgeplustert ist und schenkt es den Kindern.

Die schreien vor Freude und reißen sich das grüne Puschelbiest gegenseitig aus den Händen, bis es ängstlich fiept.

Da kommen deutliche Anweisungen von der Mutter am Grill. Die Kinder streicheln das grüne Biest und setzen es zu ihren Kuscheltieren.
Das Biest freut sich auch und frisst erst mal die Nacktschnecke. Die Kinder starren es entsetzt an und wollen schon anfangen zu weinen. Aber das Biest kuckt ganz freundlich und zufrieden und leckt den Kindern die Hände. Das kitzelt und die Kinder müssen lachen.

Da geben sie ihm auch noch den Engerling zu fressen. „Na hoffentlich haben die genug Kuscheltiere“, denkt Nox und nimmt sich von dem Grillkäse.

Für den Nachtisch sorgt Nox. Er macht die besten Eierkuchen im Universum. Die Zutaten hat er in der Raststätte besorgt für die letzten Galax, die sie noch hatten.

Nox macht Eierkuchen für die Käseigler

 

Er wirft die Eierkuchen mit der Pfanne in die Luft, fängt sie geschickt wieder auf und serviert sie den Kindern. Die sind begeistert und essen, bis sie fast platzen. Sogar das grüne Biest lässt kurz von den Kuscheltieren ab und verschlingt einen der Eierkuchen.

Es stellt sich heraus, dass der Familienvater ein Hobby hat: Er bastelt leidenschaftlich gern an alten Raumschiffen herum und macht sie wieder flugtauglich. Dafür hat er sogar immer Werkzeug und Ersatzteile im Anhänger. Außerdem hat er einige Ideen, wie man den Milan schneller und besser machen könnte.

Rex winselt und will den Käseigler nicht am Milan herumschrauben lassen. Aber Nox nimmt Rex beiseite und erklärt ihm, dass der Milan repariert werden muss und dass sie kein Geld mehr dafür haben.

Sie nehmen das Angebot des Käseiglers dankbar an.

Lies weiter im 11. Kapitel.


9. Wieso es in der Besteckschublade scheppert und Nox und Rex auf einmal so gut gekleidet sind

Die beiden kucken betrübt auf das Durcheinander aus verbeulten Dosen und zerfledderten Comics, gemischt mit dem Inhalt von ein paar Blumentöpfen und… Was ist das denn? Nox deutet mit offenem Mund auf etwas Grünes, das aus dem Haufen hervorlugt. Nox und Rex, 9. Kapitel, grünes Biest

Rex springt darauf zu, packt das grüne Etwas und zerrt es heraus. Das grüne Ding erwacht zu neuem Leben und schnappt nach seiner Hand.

Rex schüttelt es kräftig, bis es nur noch schlapp herunter hängt. Es ist eines der kleinen, runden, grünen Biester, die mit dem Weltraumpiraten gekommen waren. Es scheint beim Kampf etwas abbekommen zu haben und dann von den anderen vergessen worden zu sein.

Rex stopft es kurzerhand in eine Schublade und schiebt sie fest zu. In der Schublade fängt es jetzt kräftig an zu scheppern und zu rumoren. Rex hat die Besteckschublade erwischt. Egal!

Wo steckt eigentlich Moppi? Der ist doch für das Aufräumen zuständig.

Rex öffnet vorsichtig Moppis Luke. Und zieht sofort die Hand wieder zurück. Moppi hat ihm einen Stromschlag verpasst. Er streikt. Die Unordnung ist ihm zu groß.

Nox und Rex kucken sich an, zucken mit den Schultern und machen sich selbst ans Aufräumen. In dem Chaos kann man ja nicht klar denken.

Beim Aufräumen ist ihnen eingefallen, dass sie noch die Parade-Uniformen für spezielle Anlässe, wie Sternengeburtstage oder Milchstraßeneinweihungen haben. Grauenvolle Dinger voller goldener Orden, bunter Kordeln und mit kratzenden, steifen Krägen. Aber besser als die zerfetzten Klamotten, die sie jetzt tragen.

Nox und Rex 9. Kapitel Uniformen

Seufzend schlüpfen sie in die Uniformen. Rex lässt Schwanz und Ohren hängen. Nox zerrt am kratzigen Kragen und fühlt sich verkleidet. „Besser als nackt“, sagt Nox und grinst schief.

Dann nehmen sie Kurs auf einen der vielen Raststätten-Planeten. Seit der Sache mit dem Magneten schlingert der Milan irgendwie. Auf Raststätten-Planeten kann man Raumschiffe reparieren lassen und bekommt auch etwas zu essen. Auch kleine Geschenke gibt es dort zu kaufen.
Und man kann dort kleine, grüne Biester loswerden, die wütend in Besteckschubladen herumtoben.

Rex schwingt sich ans Steuer und bringt den Milan auf Kurs. Nox befragt inzwischen den Computer nach dem Weltraumpiraten.
„Felbftverftändlich!“, sagt der Computer, „Fage ich dir fofort.“
„Verdammter Mondmist!“, sagt Nox entsetzt, „Der Computer hat was abbekommen.“
Rex zuckt die Schultern und lenkt konzentriert gegen das Schlingern an. Er hat Recht. Sie müssen den Milan ohnehin reparieren lassen.

Zum Glück ist nur die Stimme des Computers beschädigt. Es stellt sich heraus, dass der Weltraumpirat bekannt ist und auf der universellen Verbrecherliste steht. Auf dem Fahndungsfoto grinst er hämisch und betrachtet eitel seine Hand mit den vielen goldenen Ringen. Sein Name ist Sardonicus.

Sardonicus hat sich schon als Vizekönig der kleinen Galaxie ganz links hinten im Universum ausgegeben und als Großhändler für vergoldete Currywürste. Damit hat er viel Geld ergaunert. Er wird von Unipol gesucht. Das ist die Polizei im Universum. Mit der arbeiten Nox und Rex eng zusammen. Sie sind aber selbst keine Polizisten. Sie sind für Friede, Freude und Eierkuchen im Universum zuständig.

Jedenfalls steht da, wer Sardonicus fängt, bekommt eine Belohnung von immerhin 5.000 Galax. Unipol warnt ausdrücklich vor den bissigen, grünen Biestern, die Sardonicus begleiten.

„Na also“, sagt Nox zu Rex, „da haben ja wir unseren Weltraumpiraten“.
Rex fletscht die Zähne und schüttelt die Faust. Der Raumpirat kann sich schon mal warm anziehen. Rex ist ziemlich nachtragend – und er hasst kratzige Uniformen.

In der Ferne taucht endlich der Raststätten-Planet auf. Und noch etwas. Eine lange, lange Schlange von Raumschiffen, die anscheinend alle dort landen wollen.
„Verdammter Mondmist!“ seufzt Nox und die beiden stellen sich schlingernd und eiernd mit dem Milan hinten an.

Ganz schön viele Anhänger sind in der Raumschiff-Schlange zu sehen. Wahrscheinlich sind auf dem Käseigel (sprich: Käse-Igel) gerade Ferien.
Die Bewohner des Käseigels sind im ganzen Universum dafür bekannt, mit ihren Mini-Raumschiffen und Anhängern hinten dran zu verreisen. Die Anhänger enthalten alles, was Käseigler so brauchen. So haben sie immer ihr Haus dabei, egal wo sie landen.

Da sie aber mit den kleinen Raumschiffen und großen Anhängern nur langsam vorankommen, sorgen sie oft für lange Staus. Auch auf offiziellen, mehrspurigen Weltraum-Straßen – und das im dreidimensionalen Raum!

Nox seufzt nochmals und schnappt sich ein halbwegs unbeschadetes Comic. Rex kuckt hungrig auf die verbeulten Dosen. Diesmal ist es sein Magen, der knurrt.

Aus der Schublade rumort es nur noch gelegentlich und wesentlich leiser.

9. Kapitel. Nox und Rex. Rex hat das grüne Biest in die Besteckschublade gesteckt

Den kleinen Käseigel-Kindern aus dem Raumschiff-Anhänger vor ihnen scheint es langweilig zu sein. Sie schneiden Grimassen und winken ihnen mit ihren Kuscheltieren zu. Eklige Dinger sind das: Nacktschnecken, Engerlinge und Mistkäfer. Nox schüttelt sich, winkt aber freundlich zurück.
Rex zieht seine beste Zähnefletsch-Grimasse. Die Kinder lachen sich schlapp und wollen mehr.

Zum Glück baut sich die Warteschlange halbwegs schnell ab und sie können endlich auf dem Parkplatz des Raststätten-Planeten landen.
Sie finden einen Platz für den Milan direkt neben den Käseiglern, die sie schon aus der Warteschlange kennen.
Die haben schon mal den Grill aufgebaut. Sie winken freundlich und laden Nox und Rex zum Essen ein. Das liegt bestimmt auch an den Uniformen. Davor haben alle immer großen Respekt.

Hauptsache endlich etwas zu essen! Rex wedelt begeistert mit dem Schwanz und bellt so laut, dass die Kinder ganz erschreckt kucken und sich im Anhänger verstecken.

Lies weiter im 10. Kapitel.


8. Wieso Nox und Rex schon wieder kein Geschenk für Spun haben

Nox und Rex sind mit ihrem Raumschiff Milan endlich auf dem Weg ans Ende des Universums. Dort feiert Spun bald seinen Geburtstag. Spun ist ein Kampfhase und außerdem ein wirklich guter, alter Freund von Nox und Rex.Nox und Rex - Foto mit Spun
Jetzt haben sie auch ein Geschenk für Spun. Der grüne Planet hatte sich so gefreut, als ihm Nox und Rex seinen Mond wiedergebracht haben. Den hatte er verloren, und um ein Haar wäre der Mond, wie eine Plombe in einem Zahn, in einem großen Loch auf dem Höhlenplaneten verschwunden.

Ein Planet ohne Mond ist eine traurige Sache. Ohne ihn gibt es kein Licht am Nachthimmel mehr und auch keine Gezeiten.
Aus Dank für die Rettung schenkte der grüne Planet Nox und Rex einen leuchtenden, grünen Edelstein. Und das ist genau das richtige Geschenk für einen Hasen, der alles liebt, was leuchtet und glänzt.

Nach Rex Berechnung ist das Ende des Universums noch ein paar Tagesreisen entfernt, obwohl sie schon mit Super Warp Geschwindigkeit fliegen. Schneller geht gar nicht.

Nox betrachtet zufrieden die Sterne, die draußen vorbeifliegen und spielt mit dem leuchtenden, grünen Stein in seiner Hosentasche. Auf einmal kommt ihm der Stein recht heiß vor. „Au!“, schimpft Nox und zieht die Hand mit dem Stein aus der Tasche. Der Stein fällt zu Boden. Er ist plötzlich glühend rot!

„Was ist denn mit dem Stein los?“ fragt Nox und guckt zu Rex. Dem sträubt sich das Fell und er hat die Zähne gefletscht. Ein leises Knurren kommt aus seiner Kehle. Nox schüttelt seine schmerzende Hand. Nicht so schlimm, zum Glück. Rex tippt wild auf der Tastatur herum.

Auf einmal macht es RUMMMMMS und die beiden werden von ihren Sitzen gerissen und purzeln durch das Raumschiff. Sämtliche Comics fallen aus dem Regal, der Schrank mit den Hundefutterdosen öffnet sich und alle Dosen kullern heraus. Der Milan schlingert und Nox, Rex und die Hundefutterdosen rollen durcheinander.
„Rex, das Steuer!“ schreit Nox und reibt sich den Kopf dort, wo ihn eine Dose getroffen hat. Rex robbt zum Steuer und versucht den Milan wieder unter Kontrolle zu bekommen. Nox kuckt inzwischen aus dem Fenster. Womit sind sie nur zusammengestoßen? Es ist doch nichts in der Nähe.

Da macht es wieder RUMMMS. Diesmal ist es nicht ganz so schlimm. Was herunterfallen konnte, liegt eh schon am Boden.

Rex bellt warnend, knurrt und fletscht die Zähne. Er deutet auf seinen Bildschirm. Dort sind Bilder von der Umgebung des Milan zu sehen. Hinter ihnen ist ein fremdes Raumschiff, das sie mit einer Art Angel am Dach festhält. Der Angelhaken besteht aus einem großen, starken Magneten. „Verdammter Mondmist!“, schimpft Nox, „Was soll das und wer ist das überhaupt?“.

Auf die Antwort brauchen sie nicht lange zu warten. Es klopft an der Tür. Nox zuckt mit den Schultern und greift zum Türgriff. Rex steht mit gefletschten Zähnen bereit. Er ist stinkesauer. Nox legt ihm beruhigend die Hand auf die starke, haarige Schulter und öffnet die Tür.

Herein schwebt ein dürres, grünliches Männlein mit einem braunen Umhang und einem Goldfischglas über dem Kopf. Hinter ihm trappsen ein paar kleine, runde, grüne Wesen herein. Sie kichern hämisch. Das grüne Männlein streckt Nox seine Hand mit den vielen Goldringen zum Kuss entgegen.
Nox verdreht die Augen, greift nach der Hand und schüttelt sie. Rex knurrt nur, als das Männlein ihm auch die Hand reichen will.Nox und Rex,8. Kapitel, der Raumpirat

„Guten Tag, ich bin ein Händler“, stellt sich das grünliche Männlein auf intergalaktisch vor. Intergalaktisch ist die Sprache, die im gesamten Weltraum verstanden wird. Alle Kinder lernen sie in der Schule, egal ob sie Kristallos, Furrors oder Menschen sind.

„Wir haben nichts zum Handeln“, sagt Nox geduldig.
„Ich glaube doch“, meint das Männlein und deutet auf den immer noch rot glühenden Stein, der in eine Ecke gerollt ist.

Eines der grünen Kugelwesen trippelt auf den Stein zu. Rex springt ihm in den Weg und knurrt ihn böse an. Das Wesen schreckt zurück.

Der Händler runzelt die Stirn, spitzt die Lippen und flötet: „Wir bieten euch die Freiheit an im Austausch gegen diesen wertlosen Stein. Das ist doch ein guter Handel!“
Die grünen Wesen kichern laut und werfen Rex schadenfrohe Blicke zu. Der Stein glüht inzwischen nicht nur rot, er pulsiert und sendet rote Lichtstrahlen aus. Wie eine Alarmanlage, denkt Nox und ruft: „Nix da!“.

Er will den frechen Händler packen und aus dem Schiff schieben. Aber als er ihn berührt, wird er weggeschleudert. Die grünen Kugelwesen kichern wieder laut und schadenfroh. Rex knurrt und wirft sich auf den Händler. Auch er fliegt durch das Raumschiff, knallt gegen die Wand und bleibt winselnd liegen.

Ein Magnetfeld, denkt Nox und rappelt sich hoch. Alles tut ihm weh.
„Was willst du mit dem Stein?“ fragt er den Händler.
Der sieht ihn nur streng an und sagt: „Frag nicht so viel und jetzt her mit dem Ding, aber pronto!“
„Das ist Piraterie und nach Paragraph 4711 der UO (Universelle Ordnung) strikt verboten!“, ruft Nox wütend. Schließlich ist er für Friede, Freude und Eierkuchen im All zuständig.

„Jetzt reicht’s mir aber!“, schreit der Händler-Pirat erbost, „auf sie mit Gebrüll!“
Die gerade noch harmlosen, grünen Kugelwesen bestehen auf einmal nur noch aus scharfen, spitzen Zähnen, die wütend nach Nox und Rex schnappen.
Die beiden stellen sich Rücken an Rücken und versuchen die kleinen Bestien abzuwehren. Doch die greifen von allen Seiten gleichzeitig an, schnappen nach Armen und Beinen und zerfetzen Ärmel und Hosen. In einem knuffenden, puffenden Knäuel rollen Nox, Rex und die grünen Beißkugeln durch das Raumschiff.

Dann ist es plötzlich vorbei. Die Tür knallt zu und sie sind wieder allein. Der Stein ist weg. Ein paar Sekunden später macht es PLOPPPP und der Milan ist wieder frei. Am Fenster schaukelt der Magnet vorbei, der sie am Dach festgehalten hatte. Der Pirat winkt ihnen aus seinem Schiff mit dem Stein in der Hand hämisch zu, nimmt Fahrt auf und verschwindet in den Weiten des Alls.
„Komisch“, sagt Nox, „jetzt ist der Stein wieder grün“.

Dann fällt ihm ein, dass sie jetzt wieder kein Geschenk für Spun haben. „Verdammter Mondmist!“, murmelt Nox und sieht nach Rex. Dessen Klamotten hängen zwar in Fetzen von ihm, aber sein dichtes Fell hat ihn vor den Zähnen der kleinen Bestien geschützt.

Nox Klamotten sehen auch nicht besser aus. Außerdem hat er ein paar ordentliche Kratzer und Bisswunden davon getragen. Das wird ihm jetzt bewusst. „Autsch“, jammert Nox und lässt sich von Rex Pflaster aufkleben.

Lies in Kapitel 9 wie es weitergeht.


7. Warum der traurige Planet schon wieder weint

Rex und Nox kucken sich an. „Auf zum traurigen, grünen Planeten!“, sagt Nox munter und schiebt den Hebel auf Reisen. Schneller können sie mit dem Mond unten dran nicht fliegen, sonst wird dem schlecht.

Rex berechnet eine Reisezeit von 5 Stunden. Nox schaltet auf Autopilot, nimmt sich ein Comic und legt die Füße hoch. Rex macht sich eine Dose Hundefutter auf.
Wer Nox und Rex überhaupt sind
In der Ecke liegen noch ein paar Steine von dem Stalakti. Rex kläfft kurz auf und schon kommt Moppi aus seiner Luke geschossen. Er sucht kurz die Umgebung mit seinen Computer-Augen ab. Dann schießt er zielstrebig und mit Blaulicht auf die Steine zu. Kransch, kransch, kransch macht es und die Steine sind in Sekunden zu Atomen verarbeitet. Moppi kehrt zufrieden hinter seine Luke zurück und entsorgt auch noch die Atome.

Im Milan herrscht wieder Ordnung.

Der traurige, grüne Planet hat den Milan schon von Weitem gesehen und hüpft aufgeregt in seiner Umlaufbahn. Vor Rührung leuchtet er grasgrün. Seinen Mond hat er schon entdeckt.

Auch der Mond hat seinen Planeten gesehen und quietscht vor Freude, wie es nur kleine Monde können.

Nox und Rex grinsen sich an und entlassen den Mond ganz vorsichtig in seine Umlaufbahn.

Der grüne Planet weint schon wieder. Diesmal vor Glück. Er packt seinen Mond und umarmt ihn ganz fest. Der Mond quietscht froh.

Mit Freudentränen im Gesicht bedankt sich der glückliche, grüne Planet bei Nox und Rex. Die beiden freuen sich, dass der Planet jetzt nicht mehr traurig sein muss.

Als Dank schenkt er Nox und Rex einen wunderschönen, grün leuchtenden Edelstein für die Hosentasche. „Ein perfektes Geschenk für Spun“, denkt Nox. Denn Spun liebt alles, was leuchtet und außerdem trägt er immer eine Latzhose mit vielen Taschen.Nox und Rex 7. Kapitel grüner Edelstein

Nox und Rex winken zum Abschied und machen sich endlich auf den Weg zu Spuns Party am Ende des Universums.

Was wird noch alles passieren auf dem Weg ans Ende des Universums?

Lies in Kapitel 8 wie es weitergeht.


6. Wie Nox und Rex den Mond in letzter Minute retten können

Inzwischen ist es schon wieder heller Morgen. Die drei machen sich auf den Weg zur Werkstatt. Rex zerrt den widerwilligen Stalakti hinter sich her. Als sie an der Werkstatt ankommen, sehen sie Boss am Milan arbeiten.
Rex rennt den Stalakti im Schlepptau zu Boss und begrüßt ihn freudig.
„Der Milan ist gleich fertig“, berichtet Boss. „Das macht dann 178 Galax.“ Galax sind das intergalaktische Geld. Das wird auf jedem Planeten angenommen.

Nox seufzt und kramt die letzten Galax aus der Hosentasche. Rex legt auch noch ein paar dazu. Der Stalakti kuckt schadenfroh. Rex zahlt.
Es bleiben noch 5 Galax übrig. Zum Glück haben sie alles an Bord, was sie brauchen. Aber für ein Geschenk für Spun reicht das nicht. Nox seufzt wieder.

Nox und Rex Kapitel 6

Die 3 gehen schon mal an Bord und Nox und Rex fangen an aufzuräumen. Bei dem Unfall ist einiges durcheinander geraten. Den Boden hat Moppi ja schon freigeräumt.
Der Stalakti rollt sich in einer Ecke zusammen und macht ein Nickerchen. Von Aufräumen hält er nichts.

Nach einer Weile kommt Boss herein und teilt ihnen mit, dass der Milan jetzt wieder flugfähig sei. Nox und Rex danken ihm. Boss flitzt schwanzwedelnd raus und wünscht ihnen eine gute Reise.

Rex checkt die Instrumente und fragt den Computer nach dem durchlöcherten Höhlen-Planeten. Das scheint ein ungastlicher Ort zu sein.

Der Planet ist sehr weit weg von seiner Sonne. Er ist kalt und dunkel und es wächst dort nichts. Die Oberfläche besteht aus tiefen, dampfenden Löchern.

Nox seufzt wieder, gibt den Kurs ein und schiebt den Hebel auf Super Warp. Der Stalakti schläft immer noch. In zwei Stunden werden sie da sein.

Rex sucht inzwischen per Computer die Oberfläche des durchlöcherten Höhlen-Planeten ab, um eine Spur von dem Mond zu finden. Bis jetzt ist nichts zu sehen.

Rex geht rüber zu dem Stalakti und tritt ihm leicht in die Seite. Der Stalakti schreckt hoch. Rex knurrt und zeigt seine Zähne.

„Wo ist nun der Mond?“, fragt Nox.

Der Stalakti sieht aus dem Fenster und antwortet mürrisch: „Auf der anderen Seite gibt es einen Berg mit Weltraummüll. Da wird wohl auch euer Mond liegen.“

Rex knurrt wieder und sieht den Stalakti drohend an. Der zuckt mit den Schultern und legt sich wieder schlafen.

Nox nimmt Kurs auf die andere Seite des durchlöcherten Höhlen-Planeten. Nach einer Weile sehen sie einen riesigen Berg aus Weltraummüll. Große Bagger heben riesige Brocken aus dem Berg und schaufeln sie in die dampfenden Löcher.

Rex aktiviert den Mond-Filter und sucht den Berg ab. Nichts.
Er zieht den Filter weiter auf und sucht auch die Umgebung ab.
Da! In einer der Baggerschaufeln blinkt ein grüner Punkt. Der Mond ist gerade auf dem Weg zu einem Loch.

Nox landet den Milan. Rex packt den Stalakti und alle drei steigen aus und rennen zu dem Bagger.
„Halt!“ schreit Nox. Rex bellt laut. Der Stalakti hält sich die Ohren zu und grinst. Der Bagger fährt einfach weiter.
„Stopp den Bagger!“, befiehlt Nox dem Stalakti und Rex knurrt dazu drohend. Der Stalakti kuckt angstvoll auf Rex Gebiss und schreit auf Stalaktisch in Richtung Bagger: „Bleib stehen! Du hast da einen Mond in der Schaufel. Der wird noch gebraucht.“
Der Bagger hält an und senkt die Schaufel. Nox seufzt erleichtert auf.

Gemeinsam befreien sie den Mond aus der Schaufel. Der Bagger fährt ungerührt weg und wirft den restlichen Weltraummüll in ein nahes Loch.

Nox rennt zurück zum Milan und fliegt ihn direkt über den Mond. Unten am Raumschiff klappt ein riesiger Greifer aus. Damit packt Nox den Mond und schüttelt ihn ein bisschen, damit der Dreck abfällt. Der Mond ist ganz still. Er weiß nicht, was mit ihm passiert und hat Angst.

Rex lässt den Stalakti los und springt an Bord. Nox ruft noch ein „Tschüssikowski“ hinaus und steuert den Milan ins All.

Nox und Rex Quiz

Zu den Kapiteln 4 – 6 gibt es ein Quiz.
Hast du Lust?

Im 7. Kapitel geht es weiter.


5. Wie Nox und Rex im Dreckigen Löffel erst in eine Schlägerei geraten und dann jemanden finden, der etwas weiß

Nox und Rex sehen sich an, bedanken sich bei Boss und ziehen los. Die Nacht verbringen sie in der einzigen Bar auf dem Planeten. Sie heißt „Zum dreckigen Löffel“.

Nox und Rex: Bar "Zum dreckigen Löffel"
In der Bar ist allerlei fremdes Volk: Frogs vom feucht-warmen Froschplaneten, Stalaktis vom durchlöcherten Höhlenplaneten und wütende Furrors vom glühenden Lavaplaneten, der fast so heiß ist wie die Sonne.

Doof, die Furrors sitzen direkt neben den eisigen Kristallos vom Gletscherplaneten, so dass der ganze Boden mit Schmelzwasser bedeckt ist.

Und dann sind da noch klitzekleine Änts vom wuseligen Ameisenplaneten. Seit dort ein Raumschiff mit Ameisenbären gelandet ist, fliehen die Änts in andere Galaxien. Dort werden sie oft versehentlich von den Bewohnern zertreten. Sie sind einfach so klein. Zum Glück gibt es viele von ihnen.

Der Barmann ist ein entlaufener Sträfling vom Planeten Krick. Er ähnelt einem Kraken und hat 8 Arme. Damit kann er gleichzeitig Bier ausschenken, kassieren und Streithähne rauswerfen. Das ist oft nötig im dreckigen Löffel.

Nox und Rex gehen vorsichtig (wegen der Änts) durch die Bar und setzen sich neben die Kristallos. Da bleibt das Bier wenigstens kalt, auch wenn die Füße nass werden. Neben den Furrors kann man nur Tee trinken.

Nox nutzt die Gelegenheit und fragt die Kristallos nach dem verlorenen Mond des traurigen, grünen Planeten. Der Kristallo neben ihm wirft ihm einen eisigen Blick zu. Das ist nicht unfreundlich gemeint. Kristallos können nicht anders kucken. Er überlegt und sagt schließlich kühl: „Nichts gehört, nichts gesehen.“ Kristallos mischen sich nicht gern ein.

Aber einer von den Furrors scheint etwas zu wissen: „Ich habe gehört, dass die Stalaktis die Löcher in ihrem Planeten stopfen. Dafür nehmen sie alles, was sie kriegen können. Auch herrenlose Monde“, sagt er und wirft einen bösen Blick zu den Stalaktis am Nebentisch.Nox und Rex Kapitel 5
Die haben das gehört und fühlen sich provoziert. „Das nimmst du sofort zurück, du hässliche Bratwurst!“, schreit einer der Stalaktis. Die Furrors springen auf. Sie haben ein hitziges Temperament und gehen keinem Streit aus dem Weg.
Die Stalaktis sind aber auch nicht aus Pappe. Mit ihren steinernen Fäusten fangen sie an Tische und Stühle zu zertrümmern.

Die Kristallos reiben sich die eisigen Hände und freuen sich auf den Kampf. Die Frogs nutzen die Gelegenheit und verspeisen schnell ein paar Änts. Das ist eigentlich streng verboten im Dreckigen Löffel, aber im Moment achtet keiner darauf. Dann bringen sie sich schnell in Sicherheit.

Nox und Rex gucken sich an und verschwinden schnell hinter der Theke. Im Dreckigen Löffel geht es jetzt richtig zur Sache. Stühle und Tische fliegen.

Die Furrors schreien und werfen mit Feuerbällen. Die Kristallos brüllen und lassen alles gefrieren, was sie anfassen. Die Stalaktis zermalmen, was ihnen in den Weg kommt. Lavaklumpen brennen Löcher in den Boden, Eiszapfen bohren sich in Wände. An Nox Kopf schießt ein Stein vorbei und zertrümmert die Gläser hinter ihm.

Rex knurrt drohend und packt einen Stalakti, der ihnen zu nahe kommt. Er schüttelt ihn, bis die Kiesel aus ihm herausfallen.

Inzwischen wirft der Barmann mit seinen 8 Armen die schlimmsten Kampfhähne aus der Bar. Der Rest liegt unter und über Trümmern und reibt sich stöhnend die schmerzenden Körperteile. Änts und Frogs sind nicht mehr zu sehen.

Nox schüttelt die Glassplitter aus den Haaren und nimmt sich den Stalakti vor. Der liegt jetzt auf dem Boden. Rex steht mit einem haarigen, großen Fuß auf seiner Brust.
„Was ist nun mit dem Mond des traurigen, grünen Planeten?“, fragt Nox ihn drohend.

Der Stalakti kuckt stur und sagt nichts. Rex fletscht sein mächtiges Gebiss und knurrt laut.
„Ist ja gut, kann sein dass wir einen Mond gefunden haben. Na und? Muss der Planet halt besser auf ihn aufpassen.“, sagt der Stalakti trotzig und spuckt auf den Boden.
Der Barmann verpasst ihm eine Ohrfeige mit einem seiner langen Arme. Spucken kann er gar nicht leiden.

„Wo ist der Mond jetzt?“, will Nox wissen.
Der Stalakti reibt sich die schmerzende Wange: „Auf dem Höhlen-Planeten. Wartet darauf ein großes Loch zu stopfen.“
„Du bringst uns da hin!“, sagt Nox entschlossen zu dem Stalakti.
Rex packt ihn und zerrt ihn nach draußen.

Im 6. Kapitel geht es weiter.


4. Wie der Milan mit einem Meteoriten zusammen stößt und dann in die Werkstatt muss

Nox und Rex: Planet LunatikDer Planet heißt Lunatik. Er hat ziemlich viel Gravitation. Und unzählige Monde, die unterschiedlich schnell um den Planeten kreisen. Dazu noch jede Menge Meteoriten und Müll. Also kaputte Satelliten, alte Raumschiffe und anderes Metall. Das schwebt dann im All und wird von Planeten angezogen. Auch um die Erde kreist jede Menge Müll.

Der Computer weist die beiden darauf hin, dass Lunatik sie stark anziehen wird. Sie müssen also in der Umlaufbahn anfangen zu bremsen und gleichzeitig Monden, Meteoriten und Müll ausweichen.

Nox kuckt zu Rex. Rex nickt. Los geht’s. Der Milan schießt in Richtung links von der Sonne. Nach einer Weile dringen sie in die Umlaufbahn des Planeten ein. Rex tritt auf die Bremse. Da gibt es einen lauten Knall und der Milan wird davon geschleudert. Sie haben eine Meteoriten übersehen!

Der Milan taumelt durchs All. Nox und Rex purzeln durch das Raumschiff. Rex robbt zum Steuer und kann den Milan endlich abbremsen. Nox kriecht unter den Instrumenten hervor, wo er hingeschleudert wurde. Er reibt sich die Stelle am Kopf, wo er gegen die Wand geprallt ist. Die Beule kann er jetzt schon fühlen.

Rex streicht sich sein gesträubtes Fell wieder glatt. Die Instrumente piepsen und blinken. Es ist ein Höllenlärm im Milan.

Überall liegen heruntergefallene Dinge herum. Das hat auch Moppi gemerkt und schießt mit Blaulicht aus seiner Luke. Moppi ist der kleine Saugroboter, der im Milan den Boden sauber hält. Rex kann gerade noch eine Hundefutterdose retten, für einige von Nox Comics kommt aber jede Hilfe zu spät.

Schnell kehrt Moppi wieder an seinen Platz zurück. Dort zerlegt er blitzschnell seine Beute in Atome und presst sie in den Müllbehälter. Danach geht er zufrieden und mit grünem Blinken in den Ruhe-Modus. Nox und Rex kucken sich hilflos an und zucken mit den Schultern. Da kann man nichts mehr machen.
Nox und Rex Kapitel 4 Moppi

Nox schaltet am Computer den Alarm aus und fragt nach den Schäden. Es ist nicht so schlimm wie gedacht, aber ein Triebwerk ist ausgefallen. Der Milan muss in die Werkstatt. Nox sieht Rex an und sagt: „Kann man nicht ändern!“

Rex befragt den Computer nach dem nächsten Planeten mit Werkstatt. Mit dem ausgefallenen Triebwerk ist der eine halbe Tagesreise entfernt. Rex lässt Ohren und Schwanz hängen. Nox zuckt mit den Schultern: „Es hilft nichts, wir müssen den Milan reparieren lassen. Also los!“ Rex setzt sich ans Steuer und nimmt Kurs auf den Planeten mit Werkstatt. Der Milan setzt sich langsam in Bewegung.

Nox stellt auf Autopilot und nimmt sich ein Comic. Rex macht sich die letzte Dose Hundefutter auf und isst ganz langsam. Der Tag ist ja noch lang.

Als sie endlich auf dem Planeten ankommen, wird es schon dunkel. Die Werkstatt will gerade schließen. Dort treffen sie einen Morinschu namens Boss. Nox und Rex sind froh, denn unter Morinschus hilft man sich immer.

Boss ist klein und wendig mit kurzem blauen Fell, nicht so ein Riese wie Rex. Im Gegensatz zu Rex läuft er auf 4 Beinen. Rex steigt aus und läuft auf Boss zu. Der hat die Ohren gespitzt. Die beiden beschnüffeln sich nach Morinschu-Art. Nox wartet gespannt ab.

Boss schüttelt erst den Kopf und knurrt ein bisschen. Rex bellt und winselt und wedelt mit dem Schwanz. Er hüpft um Boss herum und tippt ihn mit seiner Pfote an.Boss gibt endlich nach und winkt den Milan in die Werkstatt.

Nox steuert den Milan in die Halle und steigt aus. Boss rennt schon um das Raumschiff herum. Manchmal bleibt er stehen, steckt seine Nase in eine Öffnung oder ein Loch und winselt laut. Er sieht sich die Triebwerke an und die Beulen im Blech.

Dann kehrt er zu Nox und Rex zurück und sagt auf intergalaktisch: „Das eine Triebwerk muss komplett ausgetauscht werden. Ein paar Sicherungen sind durchgebrannt. Die müssen erneuert werden. Die Beulen schaden nicht. Sucht euch ein Bett für die Nacht. Morgen Mittag ist die Kiste fertig.“

Im 5. Kapitel geht es weiter.


3. Wie ein grantiger Planet mit Schal doch noch einen Tipp hat

Die beiden beschließen den nächsten Planeten anzufliegen und ihn nach dem Mond zu fragen. Rex gibt den Kurs ein und geht wieder auf Super Warp.

In wenigen Minuten sind sie bei einem roten Planeten mit Schal und einem Mond angekommen. Der Planet dreht ihnen den Rücken zu. Rex steuert um den Planet herum. Doch der Planet dreht sich wieder weg.

Nox und Rex Kapitel3 Grantiger roter Planet

Nox und Rex kucken sich an. „Was ist das denn?“, denkt Nox. Rex knurrt. Er kann schlechtes Benehmen nicht leiden. Sie versuchen es nochmals.

Der Planet fragt grantig „Was wollt ihr?“ Nox sagt: „Hallo! Wir suchen einen einzelnen Mond. Der traurige, grüne Planet dort drüben hat ihn aus Versehen verloren.“

„Selber blöd. Wie kann man denn seinen Mond verlieren?“, antwortet der Planet und kuckt zufrieden auf seinen eigenen Mond, der tapfer um ihn kreist.

Nox und Rex kucken sich wieder an. Rex knurrt. Nox zwinkert ihm beruhigend zu. „Hast du denn einen einzelnen Mond gesehen?“

Der Planet schüttelt den Kopf und tippt sich an die Stirn: „Sowas von blöd!“

Nox und Rex wollen schon fast wieder los, da fällt dem Planeten doch noch etwas ein: „Dort drüben, links von der Sonne, ist ein gelber Planet mit ziemlich vielen Monden. Vielleicht weiß der etwas.“

Nox bedankt sich und Rex programmiert den Kurs. Nox checkt inzwischen den Computer.

Nox und Rex Quiz zu Kapitel 1-3

 

Zu den Kapiteln 1 bis 3 gibt es ein Quiz.
Hast du Lust?

Im 4. Kapitel geht es weiter.


2. Warum der grüne Planet so traurig ist

Nox und Rex - Foto mit SpunJetzt sind sie auf dem Weg zum Ende des Universums. Dort soll die Party von Spun stattfinden. Spun ist ein zwei Meter großer Kampfhase und er hat in zwei Tagen Geburtstag. Ein Geschenk haben die beiden noch nicht. Aber auf dem Weg zum Ende des Universums liegen noch viele Planeten. Nox hofft, dass er dort noch etwas für Spun findet.

Auf einmal knurrt Rex warnend. Nox kuckt zu ihm rüber. Rex deutet ins All. Nox kneift die Augen zusammen. Mit dem Computer vergrößert er die Stelle, auf die Rex deutet. Rex hat verdammt gute Augen. Eigentlich ungewöhnlich für einen Morinschu. Die haben zwar gute Nasen und gute Ohren, aber die Augen sind Durchschnitt. Aber Rex ist ja auch ein toller Kerl. Das gleiche denkt Rex von Nox. Freunde eben.

Auf dem Monitor erkennt Nox einen grünen Planeten. Er vergrößert ihn noch mehr. Der Planet sieht irgendwie traurig aus. Grün und traurig. Nox vergrößert ihn noch mehr. Der Planet weint! Er heult Rotz und Wasser. Nox und Rex sehen sich an. Nox nickt. Rex nimmt direkten Kurs auf den traurigen Planeten. Als Reisedauer berechnet er 10 Minuten mit Super Warp. Rex schiebt den Hebel von Reisen auf Warp, dann auf Mega Warp und dann auf Super Warp.

Der Milan schießt los. Nox und Rex werden in die Sitze gedrückt. Die Sterne rasen vorbei. Der Planet kommt näher. Er scheint sich gerade die Nase zu putzen.

Rex stoppt den Milan kurz vor der Nase des Planeten. Höflich warten sie bis der sich die Nase fertig geputzt hat. Der Planet schnieft nochmals laut und sagt dann „Hallo“ auf Intergalaktisch. Das ist die Sprache, die im gesamten All verstanden wird. Nox grüßt freundlich zurück. Rex winselt leise. Er kann sehr einfühlsam sein.

Nox fragt den Planeten, warum er so traurig ist. Der Planet schluchzt auf und sagt: „Ich habe meinen Mond verloren“. Rex bellt erschrocken auf. Er weiß, was das für einen Planeten bedeutet. Nox fragt auch gleich: „Dann hast du keine Gezeiten mehr? Und kein Licht am Nachthimmel?“

Der Planet nickt traurig. Die Tränen fangen schon wieder an zu fließen.

Nox und Rex - Der traurige grüne Mond

„Wie ist das denn passiert?“, will Nox wissen.

„Ich wurde im Schlaf von einem Meteoriten getroffen. Dann bin ich ins Schlingern geraten und habe aus Versehen meinen Mond weggeschleudert.“, antwortet der traurige, grüne Planet.

Rex winselt entsetzt, dann bellt er laut. Der Planet zuckt zusammen. Er ist nicht an Morinschus gewöhnt. Nox nickt. Er hat Rex verstanden.

„Sollen wir dir helfen deinen Mond wieder zu finden?“, fragt Nox. Der Planet macht große Augen: „Das würdet ihr für mich tun?“ „Klar. In welche Richtung ist der Mond denn geflogen?“ „In Richtung Sonne.“ „Oh!“, sagt Nox und Rex knurrt. Sonne ist nicht gut. Kommt der Mond ihr zu nahe, verbrennt er wie ein Stück Papier.

Nox und Rex Kapitel2 Sonne

„Okay, dann wollen wir mal schnell los.“, sagt Nox und verabschiedet sich von dem traurigen Planeten. Der sieht nicht mehr ganz so traurig aus. Aber immer noch recht grün.

Rex berechnet den Kurs in Richtung Sonne und gibt Gas. Nox schaltet den Weitwinkel-Sucher ein. Damit sehen sie alle Dinge zwischen hier und der Sonne. Und alles links und rechts und über und unter der Sonne.

Nox aktiviert den Mond-Filter. Auf dem Monitor fängt es an zu blinken.
Nox kuckt genauer und befragt den Computer. Der kann Planeten mit ihren Monden bestimmen. Es gibt unendlich viele Planeten da draußen. Fast alle haben Monde. Manche mehrere.
Ein einzelner Mond ist aber nirgends zu sehen.

Nox und Rex Kapitel2Suche

Im 3. Kapitel geht es weiter.


1. Wer Nox und Rex überhaupt sind

Nox fliegt in seinem Raumschiff „Milan“ durch das Universum. Dunkel ist es da draußen. Aber überall leuchten Punkte. Das sind die Sonnen ferner Galaxien. Die Menschen nennen sie auch Sterne.

Nox ist Galaxist. Sein Auftrag: Friede, Freude und Eierkuchen im Universum bewahren. Neben ihm sitzt sein guter alter Freund, Rex Barker. Rex ist ein Morinschu. Er sieht aus wie eine Mischung aus Mensch, Hund und wer-weiß-was-noch. Morinschus stammen vom Planeten Mog. Rex ist groß und haarig und stark. Er spricht nicht viel, aber er ist immer bei Nox. Rex ist ein treuer Freund.

Wer Nox und Rex überhaupt sindDie beiden wechseln sich am Steuer des Milans ab. Gerade lenkt Rex. Nox hat die Füße hoch gelegt und liest in einem Comic. Das tut er am liebsten.

Sie haben den Milan selbst gebaut. Damals, als sie beide auf dem Schrottplaneten gestrandet waren. So sieht der Milan auch aus. Aber das ist eine andere Geschichte.

Im 2. Kapitel geht es weiter.